Siegmund-Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU will Saal verlassen
AfD-Politiker Siegmund stellt sich zur Wahl:Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt: CDU will Saal verlassen
Die CDU in Sachsen-Anhalt will an der im Dezember anstehenden Ministerpräsidentenwahl nicht teilnehmen. Die Abgeordneten stimmten dafür, währenddessen den Saal zu verlassen.
Gut drei Stunden tagte die CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt, dann trat der noch amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) vor die Presse und verkündete: Die CDU werde an der Ministerpräsidenten-Wahl im Dezember im ersten und zweiten Wahlgang nicht teilnehmen, sondern den Plenarsaal verlassen.
Von 15 Abgeordneten hätten 14 für diesen Kurs gestimmt. Sein Vorgänger Guido Heuer habe sich enthalten - er wolle noch einen juristischen Rat einholen, sagte Schulze weiter.
Ein sicherer Weg, um AfD-Kandidat Ulrich Siegmund als Ministerpräsident zu verhindern, sei das allerdings nicht, sagte der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowski gegenüber dem ZDF: "Ulrich Siegmund könnte, entgegen seiner Ankündigung, bis zum dritten Wahlgang kandidieren. Dann braucht er nur noch die Mehrheit der abgegebenen Stimmen und wäre, wenn die Union wieder der Abstimmung fernbleibt, auch gewählt, wenn das BSW sich enthält und die anderen Parteien gegen ihn stimmen."
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