Serie von Bombendrohungen gegen Flüge geht weiter
Mehrere Flugzeuge in Europa betroffen:Serie von Bombendrohungen gegen Flüge geht weiter
Wieder mussten Flugzeuge in Europa nach Bombendrohungen zwischenlanden. Betroffen waren Flüge nach Prag, Sofia und Rom. Bislang wurde in keiner der Maschinen Sprengstoff gefunden.
Neue Bombendrohungen haben den europäischen Luftverkehr gestört. Mehrere Flugzeuge mussten außerplanmäßig landen, andere konnten erst verspätet starten.
06.11.2026 | 1:40 minDie Serie falscher Bombendrohungen gegen europäische Fluglinien hat sich am Freitag fortgesetzt. Betroffen waren nach Angaben von Flughäfen und Behörden mindestens neun Flüge von und nach Prag, zwei Flüge in die bulgarische Hauptstadt Sofia aus London und Brüssel sowie ein Flug von Lissabon nach Rom.
Vier Flüge landeten wegen Bombendrohungen außerplanmäßig in Frankreich. Die Maschinen würden derzeit überprüft, teilte die französische Regierung mit.
Mehrere Passagierflugzeuge wurden europaweit zu außerplanmäßigen Landungen gezwungen, unter anderem in Italien und Bulgarien.
05.11.2026 | 0:55 minBombendrohungen gegen Flüge: Urheber ist unklar
Das Amt des französischen Premierministers erklärte:
Es wurden Ermittlungen aufgenommen, um die Herkunft der Drohungen auszumachen, die ganz Europa betreffen.
Amt des Premierministers von Frankreich, Sébastien Lecornu
Drei der betroffenen Flugzeuge seien in Paris Orly gelandet, eines in Bordeaux, hieß es in informierten Kreisen. In keinem der betroffenen Flugzeuge wurde ein Sprengsatz gefunden.
Bislang ist unklar, wer hinter den Drohungen steckt. Die Flughäfen in Rom und Sofia erhielten Bekennerschreiben, in denen von "Kämpfern des Männerstaats" die Rede ist, einer rechtsextremen Gruppierung aus Russland. Ein Zusammenhang ließ sich bisher jedoch nicht belegen.
Ein 24-Jähriger behauptete im Oktober am Flughafen Stuttgart, eine Bombe im Gepäck zu haben. Der Flugverkehr wurde zwischenzeitlich gestoppt.
05.10.2026 | 0:31 minErmittlungen nach Drohungen laufen
In Europa hatte es zuletzt mehrere sogenannte hybride Angriffe gegeben, die teilweise Russland oder Iran zugeschrieben wurden. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas erklärte am Donnerstag, es sei "zu früh, um Rückschlüsse auf einen möglichen Zusammenhang" zwischen den Bombendrohungen zu ziehen. Die Ermittlungen in den betroffenen Ländern dauerten an.
In den vergangenen Tagen hatte es Dutzende von Bombendrohungen gegen Flugzeuge gegeben, die sich jedoch alle als unbegründet herausstellten. In mehreren Fällen wurden Flugzeuge umgeleitet oder von Militärmaschinen begleitet.
Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF-Mittagsmagazin am 06.11.2026 ab 12 Uhr.
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