Bald geht die Saison los: Skigebiete schrauben an den Preisen

- Die ersten Seilbahnen in der Schweiz starten die Wintersaison, die Preise steigen voraussichtlich um 2,3 Prozent.
- Der Anstieg entspricht etwa jenem des Vorjahres, in fünf Jahren legten die Preise um sieben Prozent zu.
- Jungfrau und Arosa-Lenzerheide belassen die Preise auf dem Stand des Vorjahres.
Titlis – Engelberg, TschentenAlp – Adelboden: Dieses Wochenende starten die ersten Seilbahnen die Wintersaison. Obwohl der vergangene Winter eher warm war, erzielten die Seilbahnen in der Schweiz zuletzt ein so gutes Ergebnis wie seit zwölf Jahren nicht mehr, wie die «Tagesschau» unter Bezug auf den Branchenverband Seilbahnen Schweiz berichtet.
Insgesamt melden die Seilbahnen für das Gesamtjahr einen Umsatz von fast zwei Milliarden Franken. Das Wintergeschäft wuchs zwar deutlich weniger stark als die Sommersaison, es macht mit 49 Prozent oder 896 Millionen Franken aber den Hauptanteil aus.
Sieben Prozent teurer in fünf Jahren
Das Geschäft der Seilbahnen wächst aber auch dank steigender Preise. In den vergangenen fünf Jahren kletterten die Preise um sieben Prozent. Auch diese Saison wird es wieder teurer. Voraussichtlich steigen die Preise um 2,3 Prozent. Das entspricht etwa dem Anstieg vom Vorjahr.
Nicht alle Skigebiete schrauben aber am Preis. Auf Anfrage von «SRF» geben etwa Jungfrau und Arosa-Lenzerheide an, die Preise auf dem Stand des Vorjahres zu belassen.
Verbandspräsident Berno Stoffel begründet den Preisanstieg gegenüber SRF mit den steigenden Ausgaben für Personal und Energie sowie für Investitionen. So hätten viele Skigebiete ihre Anlagen erneuert. «Wenn man ein neues Produkt hat, das Neues bietet, kann man auch den Preis nach oben bewegen», so Stoffel.
Wie gehst du mit teureren Skitickets um?
Je nach Skigebiet kann der Aufschlag zudem deutlich höher ausfallen. Dabei hängt der Preis auch davon ab, ob die Tickets frühzeitig oder erst vor Ort gekauft werden. Ausserdem setzen immer mehr Skigebiete auf Dynamic Pricing, also höhere Preise bei grosser Nachfrage. Einige Skigebiete wie Andermatt haben das Dynamic Pricing nach Kritik aber wieder abgeschafft.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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