Das ändert sich im November in der Schweiz

- Im November treten in der Schweiz mehrere neue Regeln und Gesetze in Kraft.
- Ab dem 2. November 2026 kann die neue biometrische ID mit Chip beantragt werden.
- Banken dürfen bei der digitalen Identifizierung neu auch Ausweise mit QR-Code nutzen, etwa den Führerausweis.
- Bei Rinderhaltungen gelten nur noch die Kategorien «BVD-frei» und «nicht BVD-frei».
Der November läutet nicht nur die Rabatttage, die Vorweihnachtszeit und die Fasnachtszeit ein. Der neue Monat bringt auch einige neue Regeln und Gesetze. Das sind die wichtigsten Änderungen.
Biometrische ID und neuer Notpass
Ab dem 2. November 2026 können Schweizer Bürgerinnen und Bürger die neue biometrische Identitätskarte (ID) beantragen. Wie schon der biometrische Schweizerpass wird die neue biometrische ID mit einem Chip ausgestattet sein, der ein Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücke enthält. Damit soll sie stärker vor Manipulationen und Fälschungen geschützt sein. Die Gebühr bleibt gleich wie bei der heutigen ID ohne Chip.
Gleichzeitig erhält der provisorische Pass den Namen «Notpass» und ein neues Design.
Flüge und Schengen
Am 1. November tritt die neue Flagpassagierdatenverordnung in Kraft. Es soll eine Lücke im internationalen Flugverkehr schliessen. Ab dem 1. Februar startet die beim Bundesamt für Polizei zuständige Stelle namens Passenger Information Unit den Betrieb. Sie soll die Passagierdaten der Airlines analysieren, um effektiver Terrorismus und schwere Straftaten bekämpfen zu können, wie «Nau» unter Bezug auf die Agentur «Keystone-SDA» berichtet. In 70 anderen Ländern gibt es bereits solche Analysen.
Eine neue Verordnung ab November soll zudem die Datenverarbeitung zwischen dem Bundesamt für Polizei und anderen Schengen-Staaten standardisieren. Das Ziel sind effektivere Grenzkontrollen.
Neue Regeln für Rinderhaltungen
Ab November endet eine Übergangsphase für die Einteilung von Rinderhaltungsbetrieben mit oder ohne Tieren mit der Bovinen Virus-Diarrhoe (BVD). Neu gelten nur noch zwei statt drei Kategorien: «BVD-frei» und «nicht BVD-frei», wie «Nau» unter Bezug auf das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) schreibt. Für Letztere gelten laut BLV Auflagen beim Tierverkehr. BVD ist eine Viruserkrankung bei Rindern, die auch Rinderdurchfall genannt wird. Über 99 Prozent der Rinderhaltungsbetriebe sind BVD-frei.
Digitale Bankgeschäfte
Ab 1. November erlaubt die Finanzmarktaufsicht, dass Banken bei der digitalen Identifizierung ihrer Kundinnen und Kunden auch Ausweise mit QR-Code nutzen können, etwa den Schweizer Führerausweis. Neu sind zudem Prüfungen vorgesehen, die erkennen sollen, ob eine echte Person vor der Kamera sitzt, wie die Behörde mitteilt.
Was hältst du von den neuen Regeln und Abläufen, die ab November in der Schweiz gelten?
Neue Zollverfahren
Mit der Einführung des Warenverkehrssystems Passar ändern sich ab November die Abläufe bei der Einfuhr von Waren mit Zollerleichterungen je nach Verwendungszweck. Eine Verwendungsverpflichtung muss pro Geschäftspartner nur noch einmalig vor der ersten Einfuhr zollerleichterter Waren beantragt werden und gilt danach für alle Importe von Waren mit Zollerleichterungen, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit mitteilt. Zuvor brauchte es mehrere Versendungsverpflichtungen pro Tarifnummer.
Bauen und Ortsbildschutz
Ab dem 1. November gelten präzisierte Regeln für das Ortsbildinventar Isos, das der Erkennung, Erhaltung und Pflege historisch wertvoller Ortsbilder dient. Laut Bundesrat sollen die neuen Regeln Planungs- und Bauverfahren vereinfachen. In Graubünden kommen Hinterrhein, Jenaz und Vals-Platz ins Inventar, Roveredo fällt weg.
Weniger Pflegekosten in Bern
Menschen mit Behinderung über 65, die in einem Wohnheim leben und Ergänzungsleistungen beziehen, müssen sich ab 1. November nicht mehr an ambulanten Pflegeleistungen beteiligen, wie der «Blick» berichtet.
Klimaschutz beim Bund
Ebenfalls ab 1. November gelten neue Umsetzungsregeln zur Klimavorbildfunktion öffentlicher Akteure. Sie konkretisieren laut Bundesrat unter anderem das Netto-Null-Ziel 2040 für die zentrale Bundesverwaltung. So sollen die Erkenntnisse aus der laufenden Vernehmlassung der neuen Klimaschutz-Verordnung direkt in die Beschaffungs- und Sanierungswellen einfliessen.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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