Google veröffentlicht 3D-Emojis als Open Source
„Emoji gehören niemandem – sie gehören den Menschen, die sie benutzen“ – unter diesem Leitsatz hat Google eine neue Website veröffentlicht, auf der Emoji-Begeisterte die beliebten Symbole frei herunterladen können. Für 3977 Emojis aus der Open-Source-Schriftfamilie Noto Emoji wurden 3D-Versionen angefertigt, die dort abgerufen werden können. Die Seite ist ein weiterer Meilenstein eines umfassenden 3D-Redesigns von Googles offenem Emoji-Font, das allerdings nicht nur auf Gegenliebe stößt.
Verfechter der zweidimensionalen Emojis werfen Google vor, mit den dreidimensionalen Versionen „die letzten Reste an Emoji-Persönlichkeit“ zu töten. Indem Emojis realistischer aussehen, würden sie schlechter – denn es gehe doch gerade um schnelle und universelle Lesbarkeit. Googles Emoji-Font findet in den Google-Apps und im mobilen Betriebssystem Android Verwendung. Laut Google ziehen auch mehrere Android-Hersteller nach, darunter Nothing, Lenovo, Xiaomi, Oppo, OnePlus, realme, vivo, iQOO, HONOR, TECNO, Infinix, itel und Motorola.
Das sagt Googles Designteam
Googles Designteam erklärte in einem Blogpost, dass es bewusst auf anatomische Korrektheit der Symbole verzichtet habe, um die emotionale Klarheit herauszuarbeiten. Auch sei auf minimalistische Gesichtszüge geachtet worden, um die Emotionserkennung im Gehirn nicht zu beeinträchtigen. Zudem seien die Symbole mit KI-Unterstützung auf Kontrastprobleme vor gängigen Hintergründen überprüft worden.
Trotz KI-Unterstützung sei jedes einzelne Emoji von Hand gezeichnet, 3D-modelliert und im Team diskutiert worden, schreibt Google. Das gesamte Noto-Portfolio ist offen: Google übergibt der Community sogar die rohen .OBJ-Dateien zur freien Weiterverwendung. Im Symbolsatz sind auch neue Symbole, darunter ein „Cracking Face“, ein Leuchtturm und ein Meteor.
Laut Emojipedia ist die aktuelle Überarbeitung bereits die fünfte, die Google an seinem Emoji-Set vorgenommen hat. Einen Überblick zur Geschichte der Emojis als weltweite Bildsprache – von den ersten ASCII-Emoticons bis zum Unicode-Standard – bietet unser Hintergrundartikel.
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