Merkwürdiges Manöver: Merz-Sprecher zweifelt Umfragen zu dessen Unbeliebtheit an

Merkwürdiges ManöverMerz-Sprecher zweifelt Umfragen zu dessen Unbeliebtheit an
16.09.2026, 15:50 Uhr
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Viel wird derzeit über eine Ablösung von Friedrich Merz diskutiert. Laut verschiedenen Erhebungen gibt es eine sehr hohe Unzufriedenheit mit dem Bundeskanzler in der Bevölkerung. Dessen Sprecher irritiert nun mit Aussagen, in denen er die Seriosität vieler Umfragen anzweifelt.
Das Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler Friedrich Merz innerparteilich massiv unter Druck gebracht. Seit Tagen wird darüber spekuliert, ob er sich als Kanzler halten kann. Die schlechten Beliebtheitswerte brächten Merz nicht von seinem Reformkurs ab, betonte Kornelius. "Umfragewerte sind Momentaufnahmen, die ihn dabei nicht irritieren", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.
Zugleich stellte er die Seriosität einiger Umfragen infrage. "Keine dieser Institute, die in dieser Frequenz Umfragen auf den Tisch legen, haben die Finanzressourcen, um solche Umfragen zu machen. Also sollten wir vielleicht alle mal sehr vorsichtig mit diesem Instrument umgehen", sagte Kornelius.
Auf den Hinweis, viele Umfragen seien von Medien in Auftrag gegeben und bezahlt, fügte der Sprecher hinzu: "Ich glaube, die demoskopischen Grundlagen für viele Umfragen, nicht für alle Umfragen, können auch eine nähere Betrachtung durchaus vertragen." Daraus könnten nicht unbedingt valide Ableitungen gezogen werden.
Schlechte Werte im Trendbarometer
Im Trendbarometer von RTL/ntv waren mit der Arbeit von Merz zuletzt nur noch zehn Prozent der Bundesbürger zufrieden. Merz fällt damit auf den tiefsten Wert seiner gesamten Kanzlerschaft. Im Gegenzug halten 88 Prozent der Befragten die Leistungen des Kanzlers für nicht ausreichend. Die Teilnehmer hatten auf folgende Frage geantwortet: "Sind Sie mit der bisherigen Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden?"
Beim Trendbarometer handelt es sich um eine repräsentative Umfrage. Es werden Menschen befragt (Stichprobe), die repräsentativ für die gesamte Bevölkerung stehen. Die Datenbasis bei der vergangenen Umfrage waren 2502 Befragte. Die Daten werden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa erhoben. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus//minus 2,5 Prozentpunkten.
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