"Präsenz in Berlin erforderlich": Merz sagt Reise zur UN-Generaldebatte nach New York ab

"Präsenz in Berlin erforderlich"Merz sagt Reise zur UN-Generaldebatte nach New York ab
15.09.2026, 19:17 Uhr

Statt vor der UN-Generalversammlung in New York zu sprechen, bleibt Merz in Berlin. Die Krise zwingt den Kanzler offenbar zum Umdenken. Kritiker innerhalb der CDU fordern bereits seinen Rücktritt.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine für nächste Woche geplante Reise zur UN-Generalversammlung nach New York abgesagt. "Der Bundeskanzler wird kommende Woche entgegen ursprünglicher Planungen nicht nach New York reisen, da seine Präsenz in Berlin erforderlich ist", hieß es in Regierungskreisen.
Hintergrund ist die Debatte nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland, wie die schwarz-rote Koalition weiter machen sollte und die parteiinterne Kritik an dem CDU-Chef selbst. In der CDU wird befürchtet, dass die Landespartei in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag unter die Fünf-Prozent-Hürde rutschen könnte. Parteiinterne Kritiker hatten gefordert, dass Merz dann abtreten sollte.
Auslöser war der Schock in der Partei über das schlechte Abschneiden bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September gewesen. Am kommenden Dienstag will sich Merz etwa in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Kritik stellen. Am Sonntagabend hat er eine CDU-Präsidiumssitzung angesetzt, bei der etwa die Ministerpräsidenten sich hinter Merz stellen sollen.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.