Anschlagspläne: Hamas-Unterstützer in Berlin angeklagt
Bundesanwaltschaft Mutmaßliche Hamas-Unterstützer angeklagt
Stand: 11.09.2026 • 15:14 Uhr
Mutmaßliche Mitglieder der Hamas sollen von Deutschland aus Waffen besorgt haben. Jetzt wurden sie angeklagt. Der Vorwurf: Zum zweiten Jahrestag des Überfalls auf Israel wollten sie Anschläge auf Juden verüben.
Die Bundesanwaltschaft hat sieben mutmaßliche Mitglieder der militant-islamistischen Hamas wegen der Vorbereitung eines Terroranschlags in Deutschland oder Österreich angeklagt. Den Männern wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt, wie die Behörde mitteilte.
Laut den Ermittlungen plante der militärische Flügel der Hamas spätestens seit Juli 2025 einen Anschlag. Dieser sollte sich gegen Vertreter Israels, jüdische Bürger oder proisraelisch eingestellte Menschen richten und Anfang Oktober 2025 stattfinden, zeitnah zum zweiten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel.
Waffen bereits beschafft
Für die Tat soll die Gruppe bereits ein vollautomatisches Gewehr, 13 Pistolen und mehr als 700 Schuss Munition beschafft haben. Der Auftrag dazu soll von hochrangigen Hamas-Funktionären ausgegangen sein. Die Terrororganisation bestreitet jegliche Verbindung zu den Verdächtigen.
Die sieben Beschuldigten waren zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 festgenommen worden. Alle sieben befinden sich seither in Untersuchungshaft. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte damals gesagt, es sei eine terroristische Bedrohungslage abgewendet worden.
Ermittlungen führten nach Wien, London, Kopenhagen und Zypern. In Wien hoben Ermittler ein Waffenversteck aus. Der mutmaßliche Drahtzieher Mohammed A. war im November 2025 in London verhaftet worden, seine Überstellung nach Deutschland steht noch aus.
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