«Einige Ärzte bieten Patienten zweimal auf und verdienen doppelt»

Anstieg von 5 Prozent
Prämien-Hammer: Nun spricht Gesundheitsministerin Baume-SchneiderDie Krankenkassenprämien steigen nächstes Jahr um durchschnittlich 5 Prozent. Um 14 Uhr äussert sich Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider zum Prämienhammer.
Prämien: Darum gehts
- Die Krankenkassenprämien steigen nächstes Jahr in der Schweiz durchschnittlich um 5 Prozent.
- Am schlimmsten trifft es ausgerechnet den Heimatkanton von Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider – im Jura steigen die Prämien durchschnittlich um 6,6 Prozent.
- Bundesrätin Baume-Schneider und BAG-Direktorin Anne Lévy informieren um 14 Uhr an einer Medienkonferenz.
Deine Meinung zählt
29.09.2026
Di 14:03
Anstieg von fünf Prozent
Nächstes Jahr betrage die durchschnittliche Prämie 412 Franken pro Monat – eine Erhöhung um fünf Prozent im Vergleich zu diesem Jahr.
29.09.2026
Di 14:02
Medienkonferenz startet
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider beginnt: In der Schweiz habe jede Person Zugang zu einem Gesundheitsystem mit qualitativen Pflegeleistungen. Dies habe jedoch auch seinen Preis – die durch die Grundversicherung abgedeckten Gesundheitskosten seien sehr hoch und stiegen weiter.
29.09.2026
Di 14:00
Gesundheitsministerin Baume-Schneider informiert
Bundesrätin und Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider informiert zusammen mit BAG-Chefin Anne Lévy um 14 Uhr über die steigenden Krankenkassenprämien. Die Medienkonferenz kannst du live auf 20 Minuten verfolgen – im Ticker liest du mit.
29.09.2026
Dienstag
Krankenkassenprämien steigen um durchschnittlich 5 Prozent
412 Franken wird die durchschnittliche Krankenkassenprämie nächstes Jahr pro Monat kosten. Das entspricht einem Anstieg von 5 Prozent oder knapp 20 Franken im Vergleich zu diesem Jahr.
Wie es in deinem Kanton und für deine Altersgruppe aussieht, kannst du hier nachsehen.
Weshalb steigen die Prämien erneut?
Gemäss Bundesrat sind die stetig wachsenden Kosten im Gesundheitswesen ausschlaggebend für die jährlich steigenden Krankenkassenprämien. Aktuell gebe es keine Anzeichen auf eine Verlangsamung des Anstiegs, so der Bundesrat.
Getrieben werden die hohen Kosten insbesondere durch die Alterung der Bevölkerung, medizinische Innovationen aber auch steigende Kosten pro erkrankter Person. Während die Häufigkeit von Erkrankungen stabil geblieben sei, steige die Anzahl an Behandlungen. Zudem seien mehr Gesundheitsleistungen angeboten und auch in Anspruch genommen worden.
Das will der Bund gegen die steigenden Prämien tun
Für den Bundesrat blieben Kostendämpfungsmassnahmen zentral. In den letzten zehn Jahren hätten das Innendepartement und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit Überprüfungen von Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Leistungen sowie Medikamentenpreisen und der Kontrolle von Tarifstrukturen insgesamt über zwei Milliarden Franken einsparen können.
Es brauche aber zusätzliche und rasch umsetzbare Massnahmen. Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider hat deshalb den Runden Tisch eingeführt, an dem Akteure aus der Gesundheitsbranche zusammenkommen. Die Umsetzung erster beschlossener Massnahmen sei im Gang.
Ausserdem wurden auch auf Gesetzesebene mehrere Massnahmen angestossen: Aufgrund des im Jahr 2024 angenommenen Gegenvorschlags des Bundesrats zur Kostenbremse-Initiative kann er neu die Kompetenz sowie Ziele für die Kosten- und Qualitätsentwicklung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung festlegen. Dies wird er Ende 2026 erstmals tun, für den Zeitraum von 2028 bis 2031. Steigen die Kosten dann über ein festgelegtes Ziel hinaus, müssen Bund und Kantone Korrekturmassnahmen prüfen.
Christina Pirskanen (pir) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Sie ist seit Januar 2026 stv. Leiterin des Ressorts Politik.
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