68 Tote bei Zug-Tragödie: Das ist über die Opfer bekannt

- Beim Zusammenstoss zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Los Yébenes in Spanien sind mindestens 68 Personen gestorben.
- Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, 53 sind noch im Spital, mehrere davon in kritischem Zustand.
- Mexiko, Italien und Argentinien melden Tote oder Vermisste, über Schweizer Opfer ist noch nichts bekannt.
Beim Zugunglück in Spanien sind 68 Personen ums Leben gekommen. Insgesamt befanden sich 544 Personen an Bord der beiden Züge. Nach den jüngsten Angaben der Regierung wurden mehr als 100 Menschen verletzt. 53 wurden noch in Krankenhäusern behandelt, mehrere davon in kritischem Zustand.
Nun werden erste Details zu den Opfern publik. Das italienische Aussenministerium meldet drei vermisste italienische Staatsbürger. Fünf italienische Passagiere wurden beim Unglück verletzt, ein weiterer befindet sich in Spitalpflege. Über die Schwere der Verletzungen gab es keine weiteren Details.
EDA trifft Abklärungen
Das mexikanische Aussenministerium meldet sieben Mexikaner mit leichten Verletzungen, die bereits aus dem Spital entlassen wurden. Ein Mexikaner wird derzeit vermisst. Bereits bestätigt ist der Tod eines Argentiniers, wie das Aussenministerium bestätigt. Ein weiterer wird vermisst.
Über mögliche Schweizer Opfer gibt es derzeit noch keine Informationen. Entsprechende Abklärungen seien im Gang, schreibt das EDA auf Anfrage von 20 Minuten. Und weiter: «Die Schweizer Vertretung in Madrid steht in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort.»
Derweilen gehen die Bergungsarbeiten weiter: Mit Hilfe dreier grosser Kräne seien Rettungsteams auch die Nacht über im Einsatz gewesen, um nach möglichen weiteren Opfern in den zerstörten Waggons zu suchen, berichtete der staatliche Radiosender RNE von der Unglücksstelle.
Die Polizei habe das Gebiet weiträumig abgesperrt. In der Nacht sei es mit Temperaturen um die acht Grad recht kühl gewesen. Noch gehe es darum, nach möglichen weiteren Opfern zu suchen und betroffene Angehörige zu versorgen, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes dem Sender. In einer zweiten Phase werde es darum gehen, die Toten zu identifizieren.
Was führte zum Unfall?
Verkehrsminister Óscar Puente deutete auf mögliches menschliches Versagen hin. Das Unglück sei auf eine «unerklärliche» und «falsche» Entscheidung der Bahnleitstelle zurückzuführen. Obwohl das automatische Zugsicherungssystem nach einem Computerausfall noch nicht wieder funktionierte, habe die Leitstelle dem Renfe-Zug grünes Licht zur Weiterfahrt gegeben, während der Iryo-Zug noch stand.
Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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