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Monday, November 2, 2026

Kühlschränke in Lebensmittelläden weiterer Länder geknackt

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Vor rund drei Wochen wurden Angriffe auf französische Supermärkte bekannt. Bösartige Akteure hatten Sicherheitslücken in Steuergeräten von Danfoss für die Kühlschränke attackiert und die Temperatur auf 50° C hochgeregelt. Ähnliches ist nun auch Lebensmittelläden in mehreren europäischen Ländern wie Belgien, Luxemburg und Schweden widerfahren. Ob es sich um dieselbe Masche handelt, ist noch nicht bestätigt.

Wie Reuters berichtet, sind mehrere Filialen der schwedischen Ketten ICA und Coop in der Nacht zum Montag von starken Temperaturanstiegen der Gefrierschränke und Kühlung betroffen gewesen. Mindestens eine Filiale hat den Vorfall auf einen Cyberangriff zurückgeführt, wie sich etwa auf Facebook nachlesen lässt. Demnach seien die Kühlschränke von ICA Kvantum in Sjöbo geknackt und die Zieltemperatur verstellt worden. Das Geschäft blieb vorerst geschlossen, hat inzwischen aber wieder geöffnet. Coop zufolge waren sechs seiner Filialen betroffen.

In Belgien wurden ebenfalls Dutzende Supermärkte Opfer solch einer Cyberattacke. Dort waren laut Euronews die Kühlgeräte auf 70 °C eingestellt, Lebensmittel im Wert von 100.000 Euro mussten vernichtet werden. Betroffen sind um die 40 Delhaize-Supermärkte und 15 Carrefour-Läden sowie fünf Spar-Filialen – Delhaize meldete den Vorfall auch für Läden in Luxemburg. Ebenso berichtete die Schlachtereikette De Laet en Van Haver von attackierten Kühlschränken.

Die Temperatureinstellung in den schwedischen Fällen stimmt mit der überein, die bei den Attacken im Oktober in Frankreich genutzt wurde. Vernetzte Kühlschränke mehrerer großer Lebensmittelhändler waren von einem großangelegten Cyberangriff betroffen, der sich gegen 150 Intermarché-Filialen richtete. Die Angreifer haben die Geräte in den Abtaumodus versetzt, was die Temperatur für sechs Stunden auf 50 °C angehoben hat. Auch 80 der 6000 Carrefour-Standorte waren betroffen. Sämtliche aufgetauten Lebensmittel mussten aus hygienischen Gründen entsorgt werden. Dort standen die Steuerungssysteme der älteren Kühlsysteme AK-SM 800 und AK-SC 355 im Fokus. Die erhielten keine Software- oder Sicherheitsupdates mehr. Danfoss zog sich auf die Position zurück, Kunden zu empfehlen, – offenbar für neuere Geräte gedacht – Firmware-Updates zu installieren und ältere Systeme auf aktuelle Generationen umzustellen, sprich: Neu zu kaufen.

Das BSI hatte als Reaktion auf die Angriffe in Frankreich eine Warnung ausgesprochen, für den Einzelhandel und alle, die kleine vernetzte Anlagen betreiben. „Dieser Angriff hätte jedes Land treffen können und kann auch jetzt jederzeit Nachahmer finden“, sagte BSI-Präsidentin Claudia Plattner. Sie hat angesichts der Vorfälle aus der Nacht zum Montag damit Recht behalten.

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