RTP DesportoJudo/Mundiais. Miguel Gago já esqueceu Budapeste e quer melhorar em BakuThe Jerusalem PostUK's Greens adopt ‘Zionism is racism’ motion, become Europe’s first mainstream anti-Zionist partyPunchNorthern senators seek military action against Adamawa insurgentsESPNMariota ruled out as Commanders turn to 7th-round rookie at QBESPN DeportesColts y Commanders elevan el nivel de sus ofensivas y se cierra el juegoInquirerWalang pasok: In-person classes suspended Oct. 5 for Nat’l Teachers’ DayZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFVarietyZach Bryan Breaks Attendance Record at Robert Kraft’s Gillette Stadium While Wearing ‘Free Palestine’ Shirt for Second Night in a RowSportstarIndian sports wrap, October 4: India U-17 men share spoils with Myanmar in first friendly01netXiaomi 15 : ce n’est plus le roi, mais au prix d’un Redmi il vaut son pesant d’or (-47%)Premium TimesLawal flags off 95km road in Tsafe, says project will improve securityCBS NewsTranscript: Brett McGurk on "Face the Nation with Margaret Brennan," Oct. 4, 2026
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, October 4, 2026

Krankenkassenreform: Mit der versteckten Kamera in der Psychatrie

Translate

Dank der Krankenkassenreform wird es schwieriger, an einen Therapieplatz zu kommen. Für Menschen mit Behinderung braucht es mehr Plätze und Personal.

C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe Berlin. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“.

Hier geht es um Therapie. Viele Menschen brauchen sie und es gibt viele unterschiedliche Arten, zum Beispiel auch Kunsttherapie. Aber trotzdem versuchen alle gerade bei dem Thema zu sparen. Das ist schlimm für die Leute, die einen Therapieplatz brauchen. Die Wartelisten sind eh schon so lang. Vor Kurzem war ich in einer Psychiatrie in Lichtenberg. Die hatten die Lebenshilfe und mich eingeladen, damit wir uns das mal ansehen und ihnen sagen, was wir von der Psychiatrie halten. Also haben wir uns ausgetauscht.

Auch Menschen mit Behinderung sind in Psychiatrien und sie haben oft einen anderen Unterstützungsbedarf. Viele Einrichtungen sind darauf nicht gut eingestellt. Ich glaube, für viele Menschen mit Behinderung ist es in einer Psychiatrie nicht gut. Und einige können das nicht mal sagen, weil sie gar nicht oder nicht so gut reden können wie ich. Da, wo wir jetzt waren, gibt es eine Gummizelle und auch einen Raum, wo Leute am Bett festgeschnallt werden können, wenn sie für sich oder andere gefährlich werden. Aber nur mit richterlicher Erlaubnis! Und wenn sie sich beruhigt haben, dann werden sie wieder freigelassen.

Die Mitarbeiter waren alle sehr nett, aber ich finde, es war zu wenig Personal. Vielleicht braucht es mal einen Podcast über Psychiatrien, damit alle besser informiert sind. Es gibt nämlich einige gute, aber auch einige schlechte.

Ich habe da selbst mal Erfahrungen gemacht. Im Gespräch haben sie immer nur mit meiner Betreuerin geredet, dabei bin ich doch der Patient. Meine Betreuerin war auch richtig wütend darüber. Eigentlich hätte ich mal Lust, ein Praktikum in einer Psychiatrie zu machen. Oder man schleust mich dort ein, mit versteckter Kamera. Dann kann ich mit den Patienten reden und ganz geheim herausfinden, wie die Stimmung so ist. Protokoll: Johannes Drosdowski

Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich   für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in   den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung   im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet   (un)regelmäßig den „Specht der Woche”. Mehr von Christan Specht gibt es   auf seiner Homepage (s. Button).

View the original on taz →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.