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Saturday, October 10, 2026

"Nicht alles schlechtreden" - aber Wagner fordert mehr Aggressivität nach Fehlstart

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Sandro Wagners Hannover-Debüt kippte nach drei Minuten: Ein eigener Abwehrfehler leitete das 0:3 in Magdeburg ein. Trotz des Fehlstarts verzichtet der 96-Coach auf Schuldzuweisungen, stellte aber eine klare Forderung an sein Team.

Enttäuschender Einstand als Hannover-Trainer für Sandro Wagner

Enttäuschender Einstand als Hannover-Trainer für Sandro Wagner IMAGO/DeFodi Images

Mit großen Ambitionen war Sandro Wagner in das erste Spiel als Hannover-Trainer in Magdeburg gegangen. Allen voran hohes Pressing wollte der neue 96-Coach sehen. Und tatsächlich lag der Ball nach einer gut orchestrierten Balljagd bereits in der 3. Minute im Netz. Allerdings war es nicht Wagner, der jubeln durfte. Vielmehr musste sich der 38-Jährige über einen schlimmen Fehler seiner Hintermannschaft und den ersten Gegentreffer seiner Amtszeit ärgern.

Zum Spiel

Wagner stellt sich schützend vor Roggow und Weinkauf

Torwart Leo Weinkauf hatte den Ball unter Druck zu Franz Roggow ins Zentrum gespielt. Und die Pressingfalle der Magdeburger schnappte zu. Roggow übersah in seinem Rücken Moritz-Broni Kwarteng, der den jungen Sechser unter Druck setzte und dessen viel zu späten Befreiungsschlag zur Führung ins Tor blockte. "Schlechter können wir nicht starten", meinte Weinkauf, der das Gegentor auf seine Kappe nahm - habe er doch genau ins Pressing des Gegners gespielt.

Das Thema dieser Saison ist, zusammen etwas Cooles zu entwickeln.

Sandro Wagner

Auch Trainer Wagner haderte damit, dass der Matchplan schon zu so einem frühen Zeitpunkt über den Haufen geworfen war. "Wir haben uns viel vorgenommen und sind dann maximal unglücklich ins Spiel gestartet", meinte der 38-Jährige im Interview bei Sky. Doch einen Vorwurf wollte er weder Weinkauf noch Roggow machen: "Das sind Fehler, die passieren. Fußball ist eben ein Fehlersport." Und Wagner führte weiter aus: "Ich will ja auch, dass wir Fehler machen. Ich will eine Kultur etablieren, dass man sich auf dem Feld etwas traut. Wenn du gar nichts mehr machen darfst, dann wird es schwierig."

"Sauer und traurig"

Und doch war der frühe Gegentreffer der Auftakt für eine 0:3-Niederlage, bei der sich Hannover offensiv harmlos und defensiv fehleranfällig präsentierte. Dementsprechend zerknirscht zeigte sich Wagner danach: "Wir wollten ein gutes Spiel machen, das ist uns nicht gelungen. Dementsprechend sauer und traurig sind wir." Dennoch habe ihm das Spiel "ergebnisunabhängig" gute Einblicke gegeben, man müsse sich als Mannschaft eben erst weiter finden: "Das Thema dieser Saison ist, zusammen etwas Cooles zu entwickeln."

Einen konkreten Punkt sprach Wagner aber noch an: die Intensität seiner Mannschaft in den Zweikämpfen. "Wir brauchen eine bessere Aggressivität, müssen hungriger und mit mehr Intensität ins Spiel gehen. Es geht um diese Basics. Wenn die passen, dann können wir on top Dinge draufsetzen."

Insgesamt wolle er "bei Siegen nicht auszuflippen, aber auch bei Niederlagen nicht alles schlechtreden", führte Wagner weiter aus. Sein Torwart pflichtete ihm bei: "Natürlich haben wir es uns anders gewünscht, dass wir schon früher Ergebnisse einfahren. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und werden weiter an uns arbeiten."

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