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Friday, October 16, 2026

Abkehr vom strikten Verbrenner-Aus: Berlin und Paris einig

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (links) begrüßt Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz vor einem Gespräch am runden Tisch im Rahmen eines Gipfeltreffens der Europäischen Union am EU-Hauptsitz in Brüssel am 15.10.2026.

Die EU will, dass der CO2-Ausstoß bei Neuwagen bis 2035 auf null sinkt. Paris und Berlin wollen diesen Plan aufweichen.

Quelle: AFP | LUDOVIC MARIN

Deutschland und Frankreich haben sich auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine Abkehr vom sogenannten Verbrenner-Aus ab 2035 enthält. Das geht aus einem gemeinsamen Positionspapier hervor.

Das "umfassende Paket" zur "Sicherung der Zukunft der europäischen Automobilindustrie" verbinde den "ehrgeizigen europäischen Dekarbonisierungspfad mit der nötigen regulatorischen Flexibilität", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Damit legen die beiden größten Volkswirtschaften der EU einen Streit bei, der zwei Gesetzgebungsverfahren in Brüssel zu blockieren drohte.

Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur Zukunft des Verbrennungsmotors erzielt: So wollen Kanzler Merz und Präsident Macron die EU-Pläne stärker lockern.

16.10.2026 | 0:27 min

EU will null CO2-Ausstoß bei Neuwagen ab 2035

Die Abkehr vom Verbrenner-Aus war die Hauptforderung der Bundesregierung. Es geht um die sogenannten Flottengrenzwerte, mit denen die EU festlegt, wie viel Kohlendioxid die Neuwagen eines Herstellers pro Jahr im Schnitt ausstoßen dürfen. Sie sinken nach aktuellem Stand 2035 auf null.

Die EU-Kommission hat bereits vorgeschlagen, die Grenzwerte nicht auf null, sondern nur um 90 Prozent im Vergleich zu 2021 zu senken. Die übrigen Emissionen sollen anderswo ausgeglichen werden.

Die Bundesregierung plant, die bisherigen Regeln für Verbrennungsmotoren aufzuweichen. So könnten auch nach 2035 Autos mit kombiniertem Verbrenner- und Elektroantrieb weiter zugelassen werden.

02.06.2026 | 9:03 min

Berlin billigt striktere Regeln zu "Made in Europe"

Die Umsetzung der deutsch-französischen Vereinbarung würde dazu führen, dass nach 2035 mehr Verbrenner verkauft werden. Die Hersteller müssten ihre CO2-Emissionen bis 2035 zwar weiter um 90 Prozent senken, die verbleibenden zehn Prozent jedoch - anders als im Kommissionsvorschlag - nicht ausgleichen. Das würde heißen, dass Verbrenner doch nicht bis 2035 vom Neuwagenmarkt verschwinden.

Im Gegenzug billigte Berlin eine striktere Auffassung des Prinzips "Made in Europe". Unternehmen in als strategisch geltenden Sektoren werden so verpflichtet, sich mit in der EU oder bestimmten Partnerländern hergestellten Komponenten zu versorgen, wenn sie öffentliche Gelder erhalten. Deutschland hatte sich lange dafür eingesetzt, dass "Made in Europe" eine deutlich größere Zahl von Partnerländern miteinbezieht.

Autobesitzer in Deutschland sind zuletzt sehr viel häufiger vom Verbrenner auf Elektroautos umgestiegen. Ein Grund dürfte die neue E-Auto-Kaufprämie sein.

29.05.2026 | 1:38 min

Kommen beide EU-Gesetze nun voran?

Die Verständigung der beiden größten Volkswirtschaften der EU dürfte es Brüssel nun ermöglichen, bei beiden Gesetzen voranzukommen. Die 27 Mitgliedstaaten könnten sich bis Dezember auf eine Position einigen. Danach folgen Verhandlungen mit dem Europaparlament, wo die Meinungen zwischen den Fraktionen noch weit auseinanderliegen.

Er hoffe nun auf eine "schnelle" Einigung mit den übrigen Partnern, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X.

Noch nie hat Europa so früh so sehr geglüht wie in diesem Jahr. Deutschland ist auf diese neue Art von Hitze kaum vorbereitet. Die Bundesregierung tut bislang wenig.

02.08.2026 | 3:01 min

Quelle: AFP

Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 16.10.2026 ab 9 Uhr.

View the original on ZDF heute →

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