Ende des hydrologischen Jahres – Wasser ist Mangelware

Das hydrologische Jahr dauert von Anfang Oktober bis Ende September. Grund für diese besondere Kalenderauslegung ist der Schnee. Das Wasser wird im Herbst und Winter nämlich in den Bergen als Schnee gespeichert und kommt erst im Frühling und Sommer zum Abfluss.
Für eine saubere Niederschlags- und Abflussbilanz ist der Stichtag Ende September besser, weil dann der meiste Schnee geschmolzen ist und noch nicht viel Neuschnee gefallen ist.
Niederschlagsbilanz
In allen Regionen der Schweiz war das hydrologische Jahr 25/26 deutlich zu trocken. Im Tessin ist nur gut die Hälfte des üblichen Niederschlages gefallen.
In weiten Teilen der Deutschschweiz kamen rund 60 % des üblichen Niederschlages zusammen. Am nähesten an die Norm kam der Niederschlag im Raum Genf und im Zentralwallis mit rund 80 %.
Auf der Alpennordseite waren nur die Monate Oktober, November und Februar durchschnittlich nass oder etwas nässer als üblich. Alle anderen 9 Monate waren teils massiv zu trocken.
Starke Gletscherschmelze
Die Gletscher haben in diesem Jahr fast so viel Eis verloren wie im Extremjahr 2022. Das hat die Wasserknappheit in Seen und Flüssen zwar etwas gemildert, die Pegelstände blieben allerdings vielerorts sehr tief. Nachhaltig ist diese Milderung aber nicht.
Ist ein Gletscher einmal weggeschmolzen, kann er künftig auch kein Wasser mehr abgeben, wenn die Natur und der Mensch es bräuchten.
Ausblick
Um die Trockenheit zu beenden bräuchte es mehrere überdurchschnittlich nasse Monate.
Die Trockenheit wird uns länger als nur bis zum nächsten Starkniederschlag beschäftigen.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.