heise+ | Adblocker inklusive: DNS-Server Technitium installieren und einrichten
Das NAS unter 192.168.1.36:5001, der Medienserver unter 192.168.1.89:8096: Wer mehrere Webdienste im Heimnetz betreibt, sammelt Zahlenkolonnen und füllt Lesezeichenordner. Dabei wäre eine Adresse wie „nas.lan.internal“ doch schöner und viel leichter zu merken. Fein wäre es auch, wenn man die Werbeflut eindämmen könnte, ohne auf jedem Gerät Werbeblocker zu installieren. Am besten filtern die Geräte der Kinder nicht nur Werbung weg, sondern auch weitere Inhalte, die nicht jugendfrei sind.
- Technitium ist wie der große Bruder von Pi-hole. Es filtert ebenfalls Werbung, ist aber vornehmlich ein DNS-Server mit vielen Funktionen.
- Mit eigenen Zonen erreichen Sie Dienste im Heimnetz unter Namen wie nas.lan.internal.
- Wir zeigen die Installation von Technitium, wie Sie Werbefilter pro Gerät konfigurieren und eigene DNS-Einträge setzen.
All diese Wünsche kann ein eigener DNS-Server erfüllen, denn er übersetzt Namen wie heise.de in IP-Adressen und jedes Gerät fragt ihn, bevor es eine Verbindung aufbaut. Wer diese Auskünfte kontrolliert, kann Anfragen an Werbeserver ins Leere laufen lassen und eigenen Diensten im Heimnetz Namen geben. Aus diesen Gründen übertragen viele Nutzer die Rolle des DNS-Servers im Heimnetz vom Router zu einer Software wie Pi-hole.
Als reiner Werbefilter ist das flott eingerichtet und erfüllt seinen Zweck. Bei der Vergabe eigener Namen stößt Pi-hole aber schnell an Grenzen. Einzelne Einträge wie nas.lan.internal zeigt auf 192.168.1.36 funktionieren problemlos. Ein Platzhalter (Wildcard), der alle Anfragen an *.lan.internal an einen Reverse Proxy leitet, erfordert schon Handarbeit bei der Konfiguration von dnsmasq. Der Kern von Pi-hole, pihole-FTL, baut auf dnsmasq auf und ist vornehmlich ein Weiterleiter mit lokaler Namensliste.
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