Es geht um 213 Mio.: Betrugsverdacht bei Coronatest-Abrechnungen

- Der Bund soll während der Pandemie 213 Millionen Franken fälschlicherweise für Coronatests ausgezahlt haben.
- Das BAG vergibt laut «Sonntagszeitung» ein weiteres Mandat, um die damaligen Rechnungen zu überprüfen.
- Bei 322 Fällen besteht ein Verdacht, bisher wurden 23,3 Millionen Franken zurückgeholt.
213 Millionen Franken soll der Bund während der Pandemie fälschlicherweise für Coronatests ausgezahlt haben. Die «Sonntagszeitung» berichtet nun, dass das BAG angesichts des riesigen Ausmasses ein weiteres Mandat vergibt, um damals ausgestellte Rechnungen zu überprüfen. 23,3 Millionen Franken konnten bisher zurückgeholt werden.
Eine Firma soll ungefähr die nächsten zwei Jahre herausfinden, ob Testcenter, Arztpraxen und Labors bei der Verrechnung von Tests, ob absichtlich oder unabsichtlich durch Abrechnungsfehler, beschissen haben. Also die Tests gar nie durchgeführt, mehrfach berechnet oder überhöhte Beträge verlangt haben. Laut der Sonntagszeitung gibt es in 322 Fällen einen solchen Verdacht. Handelte der Abrechner aus Vorsatz, droht ihm eine strafrechtliche Verfolgung.
Pandemiekosten
Für besonderes Aufsehen sorgte der Betrug eines Zürcher Arztes, der Tausende erfundene Coronatests abrechnete und im September 2024 nach Dubai flüchtete. Die Gesundheitsbehörden von fünf Kantonen entzogen ihm die Berufsausübungsbewilligung. Im Februar 2026 wurde bekannt, dass der Beschuldigte wieder in der Schweiz als Arzt arbeitet. Laut der Gesundheitsdirektion des Kantons Bern darf er das auch ohne Berufsausübungsbewilligung, sofern er unter fachlicher Aufsicht arbeitet und diese gewährleistet ist.
Vor drei Jahren hat der Bundesrat einen Bericht zu den Gesundheitskosten aufgrund des Coronavirus präsentiert. Demnach beliefen sie sich auf fast acht Milliarden Schweizer Franken. Die Kosten für Covid-19-Tests betrugen rund drei Milliarden Franken. Die Beschaffung von Impfstoffen und medizinischen Gütern 1,7 Milliarden Franken.
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Hier findest du Hilfe:
Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona
Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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