Trump stimmt Hinrichtung durch Erschießung zu
Präsident Donald Trump hat nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums grünes Licht für die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Amokläufers Nidal Hasan gegeben, der 2009 auf einem US-Armeestützpunkt 13 Menschen getötet hatte.
Pentagon: Trump stimmt Erschießungskommando zu
Verteidigungsminister Pete Hegseth habe "empfohlen, dass der verurteilte Terrorist Nidal Malik Hasan durch ein Erschießungskommando der US-Armee hingerichtet wird", teilte Pentagonsprecher Sean Parnell am Montag im Onlinedienst X mit. Trump habe dem "zugestimmt".
X-Post von Sean Parnell
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Hegseth werde "Zeitpunkt und Ort" der Hinrichtung festlegen, erklärte Parnell weiter. Er fügte hinzu: "Für Hasan ist nun endlich der Tag des Gerichts gekommen." Bei einem Vollzug wäre es die erste Hinrichtung durch das Militär der USA seit 1961.
Eine gescheiterte Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee hat eine neue Debatte über die Todesstrafe ausgelöst.
02.10.2026 | 1:37 minAmoklauf auf US-Armeestützpunkt 2009
Der damalige Armeepsychiater Hasan, ein muslimischer US-Bürger palästinensischer Herkunft, hatte 2009 auf dem Armeestützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas bei seinem Amoklauf zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen sowie 30 Soldaten verletzt.
Ein US-Militärgericht befand Hasan 2013 für schuldig und verurteilte ihn zum Tode. Das Gericht sah es damals als erwiesen an, dass die Tat von der Ideologie des Terrornetzwerks Al-Kaida inspiriert war.
Der damalige Armeepsychiater Nidal Hasan hatte 2009 auf dem Armeestützpunkt Fort Hood in Texas zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen. (Archivbild)
Quelle: APPflichtverteidiger vermuten Wunsch nach Todesstrafe
Hasan wurde bei dem Amoklauf angeschossen und ist seitdem teilweise gelähmt. Er hatte sich dafür entschieden, sich bei dem Prozess selbst zu verteidigen. Allerdings rief er keine Zeugen auf, sagte nicht aus und unternahm keinen Versuch, die Anklagepunkte zu bestreiten. Die Pflichtverteidiger vermuten, dass er die Vollstreckung der Todesstrafe anstrebt.
Die Exekution der Mörderin Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee ist gescheitert, was die Debatte über die Todesstrafe neu entfacht hat. ZDFheute live über den Fall und die Reaktionen.
02.10.2026 | 29:39 minGescheiterte Hinrichtung sorgt für Diskussionen
Die gescheiterte Hinrichtung der US-Amerikanerin Christa Pike hatte in den USA zuletzt erneut eine Debatte um die Todesstrafe ausgelöst. Sie überlebte zwei Giftspritzen und befindet sich seither im kritischen Zustand.
Immer wieder argumentieren Befürworter und Gegner der Hinrichtung von Straftätern mit Blick auf Abschreckungseffekte oder die Frage, ob den Verurteilten Gleiches wie ihren Opfern widerfahren solle.
Quelle: AFP, dpa
Über die Debatte über die Todesstrafe in den USA berichteten die heute-Nachrichten am 02.10.2026 ab 17:00 Uhr.
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