Apple-Gutscheincodes: Leak zeigt neue Anti-Scam-Maßnahme
Immer wieder gibt es Betrügereien mit Apples Gutscheinkarten. Diese werden etwa bei Steuer- und Justiz-Scams als „Zahlungsmittel“ verwendet, bei denen Kriminelle per Telefon Menschen unter Druck setzen und sie mit angeblichen Strafen oder einer Verhaftung bedrohen, sofern sie nicht schnell zahlen. Zudem dient die virtuelle Währung zur Geldwäsche bei gestohlenen Kartendaten. Doch dabei bleibt es nicht: Zuletzt kam es immer häufiger vor, dass Ganoven neuwertige Karten in Ladengeschäften mit dem Aufdruck eigener Kartendaten versahen, damit Kunden sie kaufen und freischalten. Das führt dann dazu, dass der Kunde den Gutschein eines Betrügers aktiviert, nicht jedoch den eigenen. Offenbar hat man das bei Apple nun auch als Problem erkannt – und erwägt, bei physischen Gutscheinkarten ein Sicherheitsmerkmal einzuführen.
NFC-Chip in der Apple-Gutscheinkarte?
Das hat der Leak-Experte Aaron Perris herausgefunden. Im Release Candidate von iOS 27 steckt demnach eine Funktion, mit der sich Apple-Gutscheinkarten auf neue Art einlösen und verifizieren lassen. Es ist unklar, ob und wann die Funktion tatsächlich freigeschaltet wird, es handelt sich offenbar zunächst nur um Funde entsprechender Strings. Apple scheint zu planen, die Gutscheinkarten künftig mit einem NFC-Chip auszurüsten. Dieser würde es dann möglich machen, die Karte an ein iPhone mit NFC-Schnittstelle – das sind inzwischen die meisten – zu halten.
Daraufhin wird dann der Gutscheincode ausgelesen und selbiger per Klick im Apple-Account hinterlegt. Perris fand einen ganzen „Redeem Flow“, der erstmals auch Informationen enthält, die auftauchen, wenn die Karte gesperrt ist. Es gibt demnach einen „Cancelled“-Screen („Storniert“) ebenso wie die Angabe, dass eine Karte blockiert wurde. Beides könnte dabei helfen, Scams zu verhindern, wenn in Ladengeschäften künftig nicht nur der Barcode, sondern der NFC-Chip in der Gutscheinkarte selbst ausgelesen wird.
Gutscheinkarten auch als Codes vertrieben
Bei der Entdeckung stellen sich aber gleich mehrere Fragen. So verfügen bei weitem nicht alle Apple-Geräte, in die man Gutscheinkarten-Codes eintippt (was mittlerweile auch via Kamera geht), über eine NFC-Lesemöglichkeit. Zudem werden die Gutscheinkarten auch digital als reine Codes vertrieben, von Apple selbst wie auch von Amazon und vielen anderen Anbietern.
Die Möglichkeit, den Code einzugeben, muss also weiterhin gegeben bleiben. Allerdings fallen beim digitalen Kauf mehr Spuren an als beim Erwerb physischer Karten, die gegebenenfalls auch mit Bargeld gekauft werden können. Womöglich geht es Apple zunächst hauptsächlich darum, das Scam-Problem mit manipulierten Karten aus Ladengeschäften abzustellen.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.