Hackerangriff trifft Waadtländer Berufsschulen und Gymnasien

Über 40'000 Betroffene
Hackerangriff trifft Waadtländer Berufsschulen und Gymnasien
Ein Cyberangriff hat eine Informatikplattform getroffen, die von den Waadtländer Gymnasien und Berufsschulen genutzt wird. Die Daten von rund 3500 Lehrpersonen und 38'000 Schülerinnen und Schülern wurden kopiert. Nun besteht die Gefahr von gezielten Phishing-Attacken.
Publiziert: 13:18 Uhr
- Ein Cyberangriff traf eine IT-Supportplattform der Waadtländer Gymnasien und Berufsschulen
- Von 3500 Lehrpersonen und 38'000 Schülerinnen und Schülern wurden Namen und Schul-E-Mails kopiert
- Der Kanton warnt vor gezielten Phishing-Mails und empfiehlt, verdächtige Nachrichten zu melden
Der Kanton Waadt ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. «Eine nicht autorisierte Person hat Zugriff auf die IT-Supportplattform erhalten, die von den Waadtländer Gymnasien und Berufsschulen genutzt wird», teilte der Kanton am Wochenende mit.
Die Namen, Vornamen und schulischen E-Mail-Adressen von rund 3500 Lehrpersonen und 38'000 Schülerinnen und Schülern wurden kopiert, ebenso der Inhalt bestimmter Supportanfragen. Sensible Daten wie Noten seien jedoch nicht betroffen, heisst es beim Kanton.
Um den Schaden zu begrenzen, wurden umgehend Massnahmen eingeleitet. Die Website wurde vom Internet getrennt und ist aktuell nicht zugänglich. Die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer seien über den Vorfall benachrichtigt. Ausserdem wurde laut Angaben der Behörden das Bundesamt für Cybersicherheit informiert und es wurde eine Anzeige gegen die noch unbekannte Täterschaft erstattet.
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Aufruf zur Vorsicht
Brisant: Mit den erbeuteten Daten könnten die Täter etwa gezielt Phishing-Mails an die betroffenen Adressen versenden. Phishing-Mails sind betrügerische Nachrichten, in denen sich Hacker als jemand anderes ausgeben, um weitere Daten zu erbeuten. Beispielsweise könnte sich ein Hacker als Schule oder IT-Support ausgeben, um nach persönlichen Informationen oder Passwörtern zu fragen.
Da diese Phishing-Mails aktuell die grösste Gefahr darstellen, betont der Kanton: «Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler werden aufgefordert, angesichts möglicher Phishing-Versuche besonders wachsam zu sein.»
Die Passwörter der Konten waren auf der betroffenen Plattform nicht gespeichert, heisst es in der Mitteilung. Es wird empfohlen, «niemals ein Passwort weiterzugeben, bei dringenden oder ungewöhnlichen Nachrichten vorsichtig zu sein und jede verdächtige Nachricht zu melden».
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