Sorge um größtes AKW Europas: Deutschland investiert weitere Million Euro in ukrainische Atomsicherheit

Sorge um größtes AKW EuropasDeutschland investiert weitere Million Euro in ukrainische Atomsicherheit
15.09.2026, 09:36 Uhr
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Das größte Atomkraftwerk Europas steht zwischen den Fronten im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Erst kürzlich wurde ein Atomunfall abgewendet. Nun will die Bundesregierung mit zusätzlichem Geld für mehr Sicherheit sorgen.
Die Bundesregierung stellt eine zusätzliche Million Euro zur Verbesserung der Sicherheitslage an den ukrainischen Atomkraftwerken bereit. Das will die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, bei einer Konferenz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien ankündigen, wie das Ministerium mitteilte. Deutschland hat die IAEA für ihre Präsenz in der Ukraine bislang bereits mit 7,3 Millionen Euro unterstützt.
Das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja - das größte Kernkraftwerk Europas - steht seit Kriegsbeginn im Zentrum nuklearer Sicherheitsbedenken. Immer wieder wird die Anlage von Drohnenangriffen getroffen oder verliert ihre externe Stromversorgung, Notstromgeneratoren müssen einspringen.
Erst vor rund einer Woche wurde dort ein Atomunfall abgewendet: Fast drei Wochen lang war die Stromzufuhr unterbrochen. Während einer begrenzten Feuerpause konnte dann eine beschädigte Leitung repariert und die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Ohne die Reparatur der Stromleitung hätte es zu einem Blackout in der Nuklearanlage kommen können, hieß es von der IAEA.
Schwarzelühr-Sutter will auch für mehr Unterstützung für die internationalen Bemühungen um eine Reparatur der Anfang 2025 beschädigten Schutzhülle um die Atomruine Tschernobyl werben. Deutschland will dafür 50 Millionen Euro bereitstellen, wie Umweltminister Carsten Schneider vor kurzem ankündigte.
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