«Bislang grösster ukrainischer Drohnenangriff» auf Russland

Laut Staatsmedien
«Bislang grösster ukrainischer Drohnenangriff» auf Russland
Russland meldet laut Staatsmedien den bislang grössten ukrainischen Drohnenangriff: In der Nacht sollen landesweit über 1200 Flugobjekte gesichtet worden sein, mehr als 600 davon in der Region Moskau. Unabhängig bestätigt ist das nicht.
Publiziert: vor 22 Minuten
- Russland meldet über 1200 ukrainische Drohnen, davon mehr als 600 in der Region Moskau gemeldet
- Das Militär will über 200 Drohnen vor Moskau neutralisiert haben, viele Flüge wurden gestrichen
- Trump verkündete nach einem Telefonat mit Putin einen Kraftstoff-Deal, Selenski kritisiert ihn
Mattia JutzelerRedaktor News
Russische Staatsmedien schreiben am Donnerstagmorgen vom «bislang grössten ukrainischen Drohnenangriff» in der vergangenen Nacht. Über 1200 Geschosse will die russische Armee im ganzen Land gesichtet haben, schreibt die Nachrichtenagentur Ria Novosti auf Telegram.
Alleine in der Region Moskau wurden mehr als 600 unbemannte Flugobjekte gemeldet, schreibt die Nachrichtenagentur weiter. Das Militär habe über 200 davon neutralisiert, bevor sie die russische Hauptstadt erreichten.
Laut der ukrainischen Zeitung «Kyiv Independent» wurden infolge der Angriffe auf Moskau viele Flüge in der Region gestrichen. Zwei Flüge von Istanbul nach Moskau mussten aufgrund der Drohnenangriffe etwa umkehren, heisst es im Bericht. Die Behörden meldeten keine Opfer oder Schäden, und Moskaus Bürgermeister nannte keine konkreten Ziele des Angriffs. Diese Behauptungen können jedoch nicht unabhängig überprüft werden.
USA nähern sich Russland an
Der grosse Drohnenangriff erfolgt in einer unsicheren Zeit für die Ukraine. Das Verhältnis zwischen Kreml-Chef Wladimir Putin (74) und US-Präsident Donald Trump (80) wärmt sich beständig auf, während sich die Beziehungen zwischen Washington und Kiew abkühlen. Anfang Oktober verkündete Trump nach einem Telefonat mit Putin etwa einen Kraftstoff-Deal mit Russland.
Am Dienstag wurde dann gemeldet, dass sich drei russische Diesel-Tanker, darunter zwei sanktionierte Schiffe, auf dem Weg in die USA befinden. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) kritisierte den Deal scharf. «Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, ist eine Investition in den Krieg gegen die Ukraine, den man beenden und nicht verlängern muss», schrieb er auf Telegram.
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