Nachtragsspiel der 4. Runde – 4 Tore vor der Pause: Lugano überfährt schwache St. Galler

- Lugano gewinnt das Nachtragsspiel der 4. Super-League-Runde gegen St. Gallen 4:1.
- Die Tessiner spielen die Ostschweizer in der ersten Halbzeit an die Wand und führen 4:0. Doppeltorschütze Elias Pihlström fliegt nach der Pause vom Platz.
- Im anderen Mittwochsspiel gewinnt Servette in Thun 4:2.
Der Lugano-Expresszug befindet sich in der Super League weiter in voller Fahrt. Mit dem wettbewerbsübergreifend 17. Spiel ohne Niederlage in Folge egalisierte das Team von Mattia Croci-Torti den Klubrekord aus dem Jahr 2020.
Die einseitige Partie in der AIL Arena lieferte noch andere erzählenswerte Geschichten: Erstmals überhaupt erzielte Lugano in der Super League 4 Treffer vor der Pause. Erstmals in der Liga-Historie traf ein Usbeke. Und dass ein zweifacher Torschütze vom Platz fliegt, kommt schliesslich auch nicht jeden Tag vor. Doch der Reihe nach.
Zigi patzt doppelt
Während Lugano mit dem Rückenwind von 19 Punkten aus 7 Spielen sofort den Weg nach vorne suchte, waren die Gäste nicht bereit für das Kräftemessen mit dem Leader. Die Chronologie von St. Gallens Horror-Halbzeit:
- 4. Minute: Beckham Castro verschafft sich bei einem Einwurf mit einem Stossen in den Rücken von Jozo Stanic einen Vorteil und erzielt das 1:0. Nach VAR-Überprüfung bleibt Schiedsrichter Luca Cibelli bei seinem umstrittenen Entscheid, das Tor gelten zu lassen.
- 14. Minute: Einen harmlosen Schuss von Daniel Dos Santos lässt Lawrence Ati Zigi nach vorne abprallen. Dort steht Elias Pihlström bereit und schiebt zum 2:0 ein.
- 28. Minute: Nach einem langen Ball schüttelt Pihlström Gegenspieler Lukas Daschner mühelos ab und findet viel Raum vor. Sein Schuss schlägt via Pfosten zum 3:0 ein.
- 36. Minute: Wieder bringt ein einfacher langer Ball St. Gallen in arge Nöte. Zigi verfehlt bei seinem Klärungsversuch das Leder, Bekhruz Karimov bedankt sich und kommt zu seiner Torpremiere in der Super League. Er feiert mit einer usbekischen Flagge aus dem Publikum.
Lugano hätte gar noch mehr Treffer erzielen können, während St. Gallen keinen Fuss vor den anderen brachte. Das Fehlen von Captain Lukas Görtler machte sich wie bereits beim 0:3 gegen Sion am Wochenende schmerzhaft bemerkbar.
Pihlström lässt sich zu Dummheit hinreissen
Kurz nach der Pause kam allerdings unvermutet noch einmal eine Spur Spannung auf: Doppeltorschütze Pihlström trat dem eingewechselten Betim Fazliji im Mittelfeld schmerzhaft auf den Knöchel. Cibelli schickte den Schweden mit direkt Rot vorzeitig unter die Dusche (47.). An der Seitenlinie kochten die Emotionen hoch: Trainer Mattia Croci-Torti monierte ein vorangegangenes Handspiel von Fazliji und legte sich mit der St. Galler Bank an.
Die Messe war freilich trotz des Platzverweises gelesen: Mehr als das 1:4 von Andrin Hunziker, der eine Hereingabe mit dem Absatz sehenswert verwertete (74.), lag für die «Espen» auch in Überzahl nicht drin. Immerhin vermochte der Ehrentreffer die desolate erste Halbzeit etwas zu überdecken. Enrico Maassens Team steht nach der vierten Niederlage im fünften Meisterschaftsspiel indes in der Bringschuld.
So geht's weiter
Für beide Teams stehen am Sonntag Auswärtsspiele an. St. Gallen gastiert beim FC Basel, Lugano reist nach Lausanne.
Super League
SRF zwei, Super League – Highlights, 12.09.2026, 21:15 Uhr ; czü
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