«Ich kenne jeden Zweiten»: Moser macht den HB zu ihrer Flug-Arena
«Ich kenne jeden Zweiten»
Moser macht den HB zu ihrer Flug-Arena
Ein Tag, den sie vermutlich nicht so schnell wieder vergessen wird. Angefeuert vom Heimpublikum, landet Stabhochspringerin Angelica Moser im Zürcher HB bei Weltklasse Zürich erstmals auf dem Podest.
Publiziert: 26.08.2026 um 17:13 Uhr
Aktualisiert: 26.08.2026 um 20:37 Uhr
Darum gehts
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- Angelica Moser erreicht am Mittwoch in Zürich Rang zwei
- Die Schweizerin überspringt 4,85 m und erzielt Saisonbestleistung
- 2000 Zuschauer bejubeln ihren Erfolg, darunter Freunde und Familie
Zehn Jahre lang ist Angelica Moser (28) angetreten. Zehn Jahre lang hat sie bei Weltklasse Zürich Anlauf genommen, ist abgehoben, hat gekämpft – und ist doch immer am Podest vorbeigeschrammt. Dreimal Platz vier. Immer nur ein kleiner Schritt fehlte.
Am Mittwochabend aber ist es endlich so weit. Moser fliegt am Zürcher Hauptbahnhof auf Rang zwei. Und der HB bebt.
Rund 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer sind dabei, als die Zürcherin 4,85 m überspringt. Die Latte bleibt liegen. Saisonbestleistung. Als Moser landet, ist der Bahnhof längst kein Bahnhof mehr. Er ist ihre Arena. Ihr Name schallt durch die Halle, Freunde und Familie jubeln von der Tribüne.
«Es bedeutet mir extrem viel, vor Heimpublikum zu springen», sagt Moser später überglücklich. «Ich schaue auf die Tribüne und kenne jeden Zweiten. Das ist unbeschreiblich.»
Nur eine kann Moser an diesem Abend noch überflügeln: Hana Moll. Die 21-jährige US-Amerikanerin, die Moser bereits fünf Tage zuvor in Lausanne geschlagen hat, setzt noch einen drauf. Im ersten Versuch überquert sie 4,90 m – persönliche Bestleistung. Dahinter teilen sich die US-Amerikanerinnen Sandi Morris (34) und Katie Moon (35) mit 4,75 m Rang drei.
Mosers beeindruckende Konstanz
Für Moser aber ist dieser zweite Platz der eigentliche Befreiungsschlag. Nach zehn Jahren Weltklasse Zürich ist der Bann gebrochen. Und das ausgerechnet in einer Saison, in der sie ohnehin eine unglaubliche Konstanz zeigt: sechs Diamond-League-Starts, sechsmal auf dem Podest. Dazu die erfolgreiche Verteidigung ihres EM-Titels.
Doch hinter diesem Abend liegt eine Woche, die kaum gegensätzlicher hätte sein können. Erst das Mega-Hoch in Birmingham, wo Moser erneut Europameisterin wurde. Dann der tiefe Einschnitt: Moser verlor ihre Grossmutter.
«Es ging alles drunter und drüber»
«Das Heimpublikum war heute sehr wichtig. Nach einer EM ist die Batterie immer ein bisschen leer. Und letzte Woche war sowieso schwierig, weil ich mein Grossmami verloren habe. Es ging alles drunter und drüber», erzählt Moser ehrlich. Schon in Lausanne sprang sie wenige Tage später auf Rang zwei – und sagte damals, sie sei stolz, überhaupt angetreten zu sein.
Nun steht sie wieder auf einem Podest. Diesmal in Zürich. Vor ihrer Familie. Vor ihren Freunden. Vor einem Publikum, das bei jedem ihrer Sprünge mitfliegt. Und irgendwo ist auch ihr Grossmami dabei. Moser wischt den Gedanken nicht weg. Im Gegenteil. «Sie ist immer mit dabei. Sie war immer mein grösster Fan. Sie wird immer mit dabei sein.»
26.08.2026, 19:38 Uhr
Moser sorgt für Vorfreude auf den Letzigrund
Das macht doch Lust auf mehr. Mit überquerten 4,85 Metern stellt Angelica Moser im Zürcher HB am Mittwoch bei Weltklasse Zürich einen Schweizer Hallenrekord auf. Vielleicht ein Vorgeschmack auf das, was am Donnerstag beim Diamond-League-Meeting im Letzigrund-Stadion auf die Fans zukommt? Wir werden es sehen.
26.08.2026, 19:20 Uhr
Moser glänzt vor Heimpublikum als Zweite
Die Entscheidung ist gefallen. Angelica Moser scheitert dreimal an 4,90 Metern, darf aber mit Rang zwei bei Weltklasse Zürich mehr als zufrieden sein. Wie schon in Lausanne muss sie sich einzig Hana Moll geschlagen geben. Die US-Amerikanerin setzt ihren Wettkampf nicht fort und geniesst den warmen Applaus des Publikums.
26.08.2026, 19:11 Uhr
US-Amerikanerin macht Moser Sieg am HB streitig
Moll setzt Moser unter Druck und realisiert mit übersprungenen 4,90 Metern eine persönliche Bestleistung. Moser selbst scheitert bei diesem Unterfangen im ersten Anlauf. Ausgeschieden ist Morris. Moser wird am HB entweder Erste oder Zweite.
26.08.2026, 19:03 Uhr
Moser greift nach dem Sieg
Da waren es nur noch drei. Spitzenreiterin Moser, Moll und Morris wagen sich an die 4,90 Meter heran. Morris muss direkt liefern, da sie nach zwei Fehlversuchen über 4,85 Meter am Schluss ausgelassen hat.
26.08.2026, 18:56 Uhr
Moser sorgt für Ekstase im HB
Ohrenbetäubender Lärm im Zürcher HB – Moser knackt die 4,85 Meter (Schweizer Hallenrekord) und geht in Führung!
26.08.2026, 18:50 Uhr
Wer knackt die 4,85 Meter als erstes?
Jede der sechs verbliebenen Stabhochspringerinnen hat sich nun einmal auf 4,85 Metern probiert – und ist daran gescheitert.
26.08.2026, 18:37 Uhr
Moser in leichter Rücklage
Im zweiten Anlauf klappt es mit den 4,75 Metern. Moser ist immer noch voll dabei, hat nun allerdings vier Konkurrentinnen, die vor ihr klassiert sind. Diese heissen: Katie Moon, Sandi Morris, Tina Sutej und Hana Moll.
26.08.2026, 18:18 Uhr
Moser weiterhin fehlerfrei
4,65 Meter überquert Moser auch direkt auf Anhieb. Weiterhin sind noch neun Athletinnen im Wettkampf dabei. Allerdings sind nur vier bislang fehlerfrei geblieben.
26.08.2026, 18:00 Uhr
Moser jetzt auch im Wettkampf drin
Moser ist der Einstand auf 4,50 Metern geglückt. Als eine von total sechs Stabhochspringerinnen hat sie diese Höhe im ersten Anlauf gemeistert.
26.08.2026, 17:42 Uhr
Bachmann ausgeschieden
Der Wettkampf läuft unterdessen – und ist für die Schweizerin Bachmann auch schon wieder zu Ende. Dreimal scheitert sie auf der Höhe von 4,35 Metern.
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