Dreimal Olympia-Gold, 130 Bewerbungen und trotzdem kein Job

- Nach über 130 erfolglosen Bewerbungen sucht Stephanie Rice keine Vollzeitstelle mehr und setzt auf Selbstständigkeit.
- Die 38-jährige Australierin gewann 2008 in Peking dreimal Olympia-Gold und hat einen Master in Betriebswirtschaft.
- Bis Ende Jahr will sie sich einer Geschäftsidee widmen, die sie nach eigener Aussage durch ihren Glauben fand.
Dreimal Gold bei Olympia, einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaft und Erfahrung als Führungskraft: Trotzdem bleibt die frühere Schwimm-Ikone Stephanie Rice bei der Jobsuche erfolglos. Nach acht Monaten der Suche zieht die 38-Jährige nun einen Schlussstrich.
Erst Olympia, dann der Master
Mehr als 130 Bewerbungen habe sie verschickt, berichtet Rice, die seit ihrer Hochzeit Lassey heisst, auf Instagram. Fünfmal schaffte sie es bis in die letzte Runde eines Bewerbungsverfahrens. Fünfmal erhielt jemand anderes die Stelle. «So frustrierend», nennt sie das Ergebnis ihrer Bemühungen.
Dabei fehlt es ihr nicht an Qualifikationen: Nach dem Ende ihrer Schwimmkarriere 2014 wechselte sie in die Wirtschaft, absolvierte einen Master in Betriebswirtschaft und arbeitete in Dubai als Direktorin. Eine Beförderung zur Geschäftsführerin stand bereits im Raum. Doch sie verliess das Unternehmen, weil sie nach eigener Aussage spürte, dass dort ihre Zeit vorbei sei.
Ein Gebet verändert alles
Die erfolglose Suche hat nun Konsequenzen. Vor einer weiteren Jobentscheidung bat die gläubige Ex-Sportlerin Gott bei einem Spaziergang um ein Zeichen: Würde auch diese Stelle platzen, wolle sie vorerst keine Vollzeitstelle mehr suchen. Drei Stunden später kam die Absage.
Nun setzt Rice auf die Selbstständigkeit. Bis Ende Jahr will sie sich einer Geschäftsidee widmen, die sie nach eigener Überzeugung durch ihren Glauben gefunden hat. Aus einer geplanten Nebentätigkeit soll ihr neuer beruflicher Weg werden.
Wie viele Bewerbungen musstest du für deinen Job schreiben?
Für die ehemalige Weltrekordhalterin ist es nicht der erste schwierige Neuanfang. Schon früher berichtete sie, wie schwer es sei, die Erfahrungen als Olympiasiegerin in einen Beruf ausserhalb des Beckens zu übertragen.
Céline Eicher (eic), Jahrgang 1996, arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Sport.
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