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Monday, November 2, 2026

Schau, in welchen Zugteil du steigst, sonst kommst du nicht heim

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  • Wer am Zürcher HB in den falschen Wagen steigt, landet statt in St. Gallen womöglich in Weinfelden.
  • Grund sind Flügelzüge, welche die SBB auf dem IC1 testen und im Fernverkehr häufiger einsetzen könnten.
  • Der Test ermöglicht etwa Direktfahrten von Weinfelden nach Genf ohne Umsteigen in Zürich.

Wer am Zürcher HB in den falschen Wagen steigt, könnte statt in St. Gallen in Weinfelden landen. Die SBB testen auf ausgewählten Verbindungen des IC1 sogenannte Flügelzüge: Zwei Zugteile fahren zunächst gemeinsam, werden in Zürich getrennt und bedienen danach unterschiedliche Ziele, wie «Schweiz Heute» berichtet. Andere Verkehrsbetriebe wie die BLS und die Rhätische Bahn nutzen das Konzept schon länger.

Bei der SBB bedeutet es im Test, dass ein Teil als Interregio 75 nach Weinfelden fährt, der andere weiter als IC nach St. Gallen. In der Gegenrichtung werden die beiden Kompositionen in Zürich wieder zusammengeführt. Auslöser für den Test ist eine Baustelle auf der Strecke zwischen Weinfelden und Konstanz. Die SBB prüfen damit aber zugleich ein Konzept, das im Fernverkehr künftig häufiger zum Einsatz kommen könnte.

Mehr direkte Wege mit derselben Infrastruktur

Flügelzüge können Direktverbindungen ermöglichen, ohne dass auf dem gemeinsamen Abschnitt zwei separate Züge fahren müssen. So können Reisende im Test etwa ab Weinfelden Richtung Genf fahren, ohne in Zürich umsteigen zu müssen. Ab Zürich fährt er dann gemeinsam mit dem Zug ab St. Gallen.

Wie viel zusätzliche Orientierung brauchst du an einem Bahnhof, wenn ein Zug geteilt wird?

Die SBB könnte damit das dichte Netz ohne sofortigen Infrastrukturausbau flexibler nutzen. Mit dem eingesetzten Doppelstockzug FV-Dosto soll das automatische Trennen und Koppeln in kürzester Zeit möglich sein. Allerdings streikte die Technik schon mehrmals, wie «Schweiz Heute» weiter schreibt.

Für Reisende wirds komplizierter

SBB-Passagiere müssen jetzt genauer aufpassen. Es reicht nicht mehr, am richtigen Gleis zu stehen: Auch der passende Zugteil ist entscheidend. SBB-Sprecherin Sabrina Schellenberg sagt zu «Schweiz Heute», dass sich der Grossteil der Reisenden während des Tests gut orientieren konnte. Sie räumt aber auch ein, dass insbesondere am Zürcher Hauptbahnhof Verbesserungen in der Lenkung der Kundschaft erforderlich wären.

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Fabian Pöschl

Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft

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