«Hat mein Leben verändert»: Pascal (24) schwärmt von HSG-Kollegen

- HSG-Student Pascal (24) erzählt auf Tiktok, wie die Universität St. Gallen sein Leben verändert habe.
- Er fiel im ersten Studienjahr durch, schaffte den Neustart dank seiner Mitstudierenden und erhielt später ein Stipendium für die USA.
- Die gängigen Vorurteile über die HSG treffen laut Pascal nur bedingt zu.
- Neben seinem Master arbeitet er bei Helvetia Consulting und hat das Start-up Growis gegründet. Seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt schätzt er deshalb als gut ein.
«Die HSG hat mein Leben verändert», sagt Pascal (24) auf Tiktok. In seinem Video schwärmt der Student der Universität St. Gallen (HSG) von seinen Mitstudierenden.
«Im Gymnasium war ich perspektivlos», sagt der 24-Jährige im Interview mit 20 Minuten. Das erste Studienjahr an der HSG bestand er nicht. Im Wiederholungsjahr habe ihm vor allem der Rückhalt seiner Kommilitonen geholfen. «Ich konnte mit ihnen zusammen lernen.»
Austauschsemester in den USA
Danach habe er Vollgas gegeben. «Plötzlich lief alles wie am Schnürchen und ich schrieb gute Noten. Dies führte dazu, dass ich mit einem Stipendium in ein Austauschsemester in die USA gehen durfte», sagt Pascal. Heute sei er glücklicher als je zuvor.
Nach seinem Bachelor in Business Administration absolviert der 24-Jährige nun einen Master in Business Innovation. «Wenn alles gut kommt, schliesse ich meinen Master im nächsten Jahr ab», sagt Pascal.
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Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen
Während seines Studiums habe er sich vor allem persönlich weiterentwickelt. «Ich habe mein Leben umgekrempelt und lebe jetzt viel gesünder», sagt der Student. Dabei hätten ihm auch die Angebote der HSG geholfen. An der Hochschule habe er viele Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen kennengelernt.
Pascal widerspricht dem Vorurteil, HSG-Studierende trügen Anzüge und führten teure Autos. «Meiner Erfahrung nach gibt es diese Stereotypen an der HSG selten», sagt er. Die Mehrheit trete nicht auf diese Weise auf. Er gibt jedoch zu, dieses Bild selbst gehabt zu haben. «Die Bilder von teuren Autos vor der Uni und die Schlagzeilen in den Medien, wonach Studierende an der HSG im Anzug erscheinen und alle sehr seriös seien, haben mich damals stark beeinflusst.»
«Ungeschriebenen Kleidungsdresscode gibts»
«Einen ungeschriebenen Kleidungsdresscode gibt es an der Uni schon», räumt der Student ein. Im Schnitt seien HSG-Studierende wahrscheinlich etwas gehobener gekleidet. «Der hohe Anteil internationaler Studierender in St. Gallen und der vergleichsweise hohe Frauenanteil prägen die Hochschule jedoch ebenfalls.»
Ein typischer HSG-Student sei grundsätzlich zielstrebig und offen. Die vielen unterschiedlichen Angebote an der Universität würden diese Entwicklung unterstützen.
Berufserfahrung sammeln hilft
Obwohl die Jobsuche für viele Absolventinnen und Absolventen schwierig sei, sieht Pascal seine berufliche Zukunft positiv. «Während meiner Studienzeit arbeite ich Teilzeit als Werkstudent bei der Helvetia Consulting AG», sagt er. Er rechne damit, nach dem Studium gute Chancen auf eine Festanstellung bei der Firma zu haben.
Zudem hat Pascal mit Freunden das Start-up Growis gegründet. Das Unternehmen will Firmen und ihren Expertinnen und Experten mit authentischen Inhalten und Storytelling zu mehr digitaler Sichtbarkeit verhelfen. «Ich hoffe, dass ich mich mit dem Start-up als Unternehmer langfristig verwirklichen kann.»
Weil Pascal bereits während seines Studiums Berufserfahrung sammelt, schätzt er seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt als gut ein. Ihm sei jedoch bewusst, dass vielen Studierenden der Praxisbezug fehle und sie es dadurch schwieriger hätten, in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. «An der HSG wird selten auswendig gelernt. In St. Gallen ist es vielseitiger, zukunftsgerichteter und praxisnaher als anderswo», sagt er. Auch deshalb glaubt Pascal, dass HSG-Absolventinnen und -Absolventen bei der schwierigen Jobsuche womöglich bessere Chancen haben als andere.
Man unterstützt sich gegenseitig
Andere Studierende sehen dies ähnlich wie Pascal. «An der HSG habe ich viele coole Leute kennengelernt», sagt eine 21-jährige Studentin zu 20 Minuten. An der Universität unterstütze man sich gegenseitig. «Von einem Konkurrenzkampf spürt man nicht viel.»
Die 21-Jährige studiert im ersten Jahr Rechtswissenschaften an der HSG. Später würde sie gerne als Anwältin arbeiten. «In der Wirtschaft ist es schwieriger, eine passende Stelle zu finden. Als Anwältin schätze ich meine Berufschancen jedoch gut ein», sagt sie.
Auch eine 19-jährige Studentin sagt zu 20 Minuten, HSG-Studierende liessen sich nicht in eine Schublade stecken. «Die Leute ähneln sich in ihrem Kleidungsstil schon, was wahrscheinlich vor allem daran liegt, dass sie relativ ähnliche Interessen haben», sagt sie. Für die 19-Jährige ist klar: Das sei keine negative Wertung. «Ich habe an der HSG noch keine arroganten Menschen kennengelernt.»
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Vanessa Figi (vfi), Jahrgang 2004, arbeitet seit Juli 2026 als Praktikantin beim Ressort Ostschweiz.
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