Himalaya-Gebiet – Nach Sturzflut: Suche nach Überlebenden läuft auf Hochtouren

Das ist passiert: Ein gewaltiger Erdrutsch aus Schlamm und Geröll hat am Mittwoch an der Grenze zwischen Nepal und Tibet eine verheerende Flutkatastrophe ausgelöst. Die Sturzflut riss Dörfer mit und beschädigte Strassen, Brücken und Wasserkraftanlagen.
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 5. Retter versuchen, mit allen Möglichkeiten Opfern zu helfen. Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmassnahmen an. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Niranjan Shrestha.
-
Bild 2 von 5. Schlamm und Geröll haben in Nepal nach einer Sturzflut grosse Verwüstung angerichtet. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Niranjan Shrestha.
-
Bild 3 von 5. Schlamm und Geröll türmen sich im Unglücksgebiet meterhoch. Bildquelle: Keystone/EPA/NARENDRA SHRESTHA.
-
Bild 4 von 5. Hunderte Menschen werden vermisst, darunter viele Touristinnen und Touristen. Bildquelle: KEYSTONE/EPA/NARENDRA SHRESTHA.
-
Bild 5 von 5. Laut den Behörden wurden ganze Dörfer weggespült und Strassen, Brücken sowie Kraftwerke beschädigt. Bildquelle: Keystone/EPA/NARENDRA SHRESTHA.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Das sind die Opfer: Die Zahl der Vermissten in Nepal und China nach der Sturzflut ist auf mehr als 1300 gestiegen. Die Behörden vor Ort melden mittlerweile 362 Todesopfer, darunter drei auf tibetischer Seite. Laut Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde werden 667 Reisende vermisst. Eine Schweizerin, die zuvor vermisst wurde, konnte nun gerettet werden, neben 31 anderen geborgenen Ausländerinnen und Ausländern.
Das war die Ursache: Was die Sturzflut genau auslöste, wird noch untersucht. Erste Analysen deuten auf einen Gletscherabbruch oder eine Gletscherlawine hin. Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde könnte ein Abbruch von Eis und Felsen zunächst einen Zufluss des Bhotekoshi blockiert haben. Der Fluss entspringt im Hochland von Tibet und durchfliesst die nepalesische Provinz Bagmati. Durch den Abbruch könnte sich vorübergehend ein See gebildet haben. Als die natürliche Barriere brach, ergossen sich enorme Mengen Wasser, Eis und Geröll flussabwärts, so die Vermutung.
So verläuft die Rettung: Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren, doch sie gestalten sich schwierig, unter anderem wegen der gewaltigen Schlammassen. Schweres Gerät kann keine Strassen passieren. Dadurch sind viele Orte schwer erreichbar. Deshalb fliegen Helikopter über die betroffenen Gebiete und werfen während der Suche auch Hilfsgüter ab. Weiterhin sind in Teilen der Region die Kommunikationsverbindungen zusammengebrochen. Mehr als 5000 Rettungskräfte sind im Einsatz, internationale Hilfe ist eingetroffen.
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 3. Satellitenbilder von vor der Flut (23.08.2026) und nach der Flut zeigen das Ausmass der Zerstörung am Fluss Trishuli. Das Dorf Khadag Bhanjyang und andere wurde überflutet. Bildquelle: Reuters/Planet Labs PBS.
-
Bild 2 von 3. Rettungskräfte bringen geborgene Personen zu einem Militärstützpunkt bei Trishuli. Bildquelle: REUTERS/Navesh Chitrakar.
-
Bild 3 von 3. Wegen des Schlamms ist das betroffene Gebiet schwer zugänglich. Bildquelle: EPA/Narendra Shrestha.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Die Schweiz bekundete ihre Anteilnahme und stellte 500'000 Franken in Zusammenarbeit mit den humanitären Organisationen der Vereinten Nationen für die Notfallhilfe zur Verfügung.
So gross ist die Zerstörung: Die Infrastruktur in den Ortschaften entlang des Bhotekoshi ist grösstenteils zerstört. Dutzende Brücken wurden durch die Sturzflut mitgerissen und Strassen entlang von fast 40 Kilometern liegen unter dem Schlamm. Etwa 1200 Bewohnende aus mindestens drei Dörfern wurden vertrieben. Laut der NGO Welthungerhilfe ist die Lebensgrundlage im Gebiet auf längere Zeit gefährdet, da die Familien in der Region grösstenteils selbstversorgend leben und ihre Ernte und Häuser weg sind. Im Tibet konnte die Stromversorgung in den zentralen Stadtgebieten von Gyirong wiederhergestellt werden, nicht jedoch die Verbindungen zum Hafen.
SRF 4 News, 26.08.2026, 11 Uhr ; agenturen/stol/imhm;mcep;noes
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.