Unlauterer Preisvergleich? Migros erzürnt über Aldi-Werbung

- Für Kundschaft ist laut Migros nicht auf einen Blick ersichtlich, welche Produkte konkret verglichen werden.
- Aldi hatte seine Preise auf Plakaten und auf der Titelseite der Sonntagszeitungen mit denjenigen der Migros verglichen.
- Auch Coop ist Teil des Preisvergleichs, kommentiert den Vorfall jedoch nicht.
Die Migros reicht nach «Analysen» einer kürzlich publizierten Aldi-Werbung Beschwerde ein, wie der «Tages-Anzeiger» am Donnerstag berichtet. Der deutsche Discounter hat auf der Titelseite der Sonntagszeitungen sowie auf Plakaten seine Preise mit denjenigen der Migros verglichen. Entsprechende Sujets gibts auch mit Coop, dort heisst es jedoch, man kommentiere «grundsätzlich keine Details zu Aktionen Dritter».
Die Migros schreibt, die Werbungen seien «irreführend und teilweise falsch». Man habe Aldi deshalb dazu aufgefordert, die Werbeaussagen zurückzuziehen. Laut dem «Tages-Anzeiger» beklagt sich die Detailhändlerin vor allem darüber, dass der vollständige Kassenzettel zum Preisvergleich nur online abrufbar ist. Für die Kundschaft sei nicht auf einen Blick ersichtlich, welche Produkte konkret verglichen wurden.
Das sagt Aldi
Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» vertritt Aldi den Standpunkt, die Werbung in dieser From sei gesetzeskonform und von den Regulierungsbehörden gar erwünscht. Man wolle den Schweizerinnen und Schweizern lediglich vermitteln, man könne bei einem Einkauf bei Aldi Suisse Geld sparen. «Ein direkter Angriff auf die Preise unserer Mitbewerber ist damit nicht beabsichtigt.»
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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