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Tuesday, September 29, 2026

RTL/ntv-Trendbarometer: CDU/CSU fallen unter 20 Prozent, SPD macht Sprung nach vorn

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RTL/ntv-TrendbarometerCDU/CSU fallen unter 20 Prozent, SPD macht Sprung nach vorn

29.09.2026, 14:01 Uhr

Das hat es so noch nicht gegeben: Die Union erreicht im RTL/ntv-Trendbarometer mit 19 Prozent einen neuen Tiefpunkt. Weitere Werte sind für die Union ebenfalls desaströs. Auch die AfD verliert, während die SPD ein kleines Hoch erfährt.

Im ersten vollständig nach den Landtagswahlen erhobenen RTL/ntv-Trendbarometer gibt es reichlich Bewegung. CDU und CSU verlieren abermals einen Prozentpunkt und fallen auf ein Rekordtief. Die SPD hingegen steht mit einem Plus von zwei Punkten so gut da wie zuletzt vor einem halben Jahr. Auch Grüne und AfD geben jeweils einen Prozentpunkt ab, weshalb die Union ihren Abstand zur erstplatzierten AfD und den Grünen auf Platz drei hält.

Würde am kommenden Sonntag gewählt, gingen die Parteien nach den von Forsa erhobenen Zahlen mit folgenden Zustimmungswerten in die Abstimmung: Die AfD liegt bei 26 Prozent, so wenig wie zuletzt in der dritten Juli-Woche. Ihr folgen auf Platz zwei CDU und CSU mit nunmehr nur noch 19 Prozent. Einen so schwachen Wert hatte die Union bisher nur einmal im RTL/ntv-Trendbarometer: kurz vor der Bundestagswahl, Anfang September 2021. Die SPD, die seit dem Frühjahr bei 12 Prozent stagnierte, liegt nun - erstmals seit März - bei 14 Prozent. Die schwarz-rote Koalition legt insgesamt um einen Punkt zu, ist mit addierten 33 Prozent aber weiter deutlich von einer Mehrheit entfernt.

Bündnis90/Die Grünen kommen auf 16 Prozent - zwei Prozentpunkte weniger als noch Mitte September. Mit unverändert 12 Prozent bleibt auch die Linke für ihre Verhältnisse stark. Die FDP bleibt bei 4 Prozent, das BSW bei 3 Prozent - beide würden damit nicht den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Der Anteil der Befragten, die eine der sonstigen Parteien wählen würden, legt mit 6 statt 4 Prozent deutlich zu. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt in der zwischen dem 22. und 28. September erhobenen Umfrage mit 24 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025 (17,9 Prozent).

Der Abwärtstrend der Union zeigt sich auch bei der Frage nach der politischen Kompetenz: Erstmals kommen CDU und CSU hier nur noch auf einen einstelligen Wert. Die von Friedrich Merz und Markus Söder geführten Schwesterparteien nennen 9 Prozent der Befragten, wenn es um die Partei geht, welche mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird. Das entspricht einem Verlust von einem Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche und einer Halbierung im Vergleich zum März dieses Jahres.

Auch die AfD gibt in der Kompetenzfrage einen Punkt ab, liegt mit 12 Prozent aber unverändert vorn. Die SPD legt um zwei Punkte zu und rangiert mit 8 Prozent erstmals seit Monaten wieder vor den Grünen, die um einen Punkt auf 7 Prozent fallen. Der Anteil derjenigen, die die Linke oder eine der sonstigen Parteien nennen, bleibt mit 6 und 3 Prozent unverändert. Keiner Parteien sprechen 55 Prozent politische Kompetenz zu - ein Zuwachs um einen Prozentpunkt.

In der Woche, nachdem die CDU in Mecklenburg-Vorpommern erstmals aus einem Landtag geflogen ist, verliert Bundeskanzler Merz auch unter den eigenen Wählern an Zuspruch: 59 Prozent der Anhänger von CDU und CSU sind mit Merz' Arbeit als Bundeskanzler unzufrieden - drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Der Anteil der zufriedenen Unionsanhänger fällt sogar um 5 Prozentpunkte, von 44 auf 39 Prozent der Befragten. Insgesamt reicht das aber nicht für eine Verschiebung der auch so schon desaströsen Zuspruchswerte: Wie in der Vorwoche geben 11 Prozent aller Befragten an, sie seien mit der Arbeit des deutschen Regierungschefs zufrieden, die übergroße Mehrheit von 87 Prozent ist das nicht.

Unter den SPD-Anhängern sinkt der Anteil der Unzufriedenen leicht von 87 auf 86 Prozent. Unveränderte 14 Prozent zeigen sich mit Merz zufrieden. Unter den Grünen-Anhängern steigt dagegen der Anteil derjenigen, die mit Merz unzufrieden sind, noch einmal von 91 auf 94 Prozent. Bei den Linke-Anhängern sind es nun 98 statt 97 Prozent und bei den AfD-Anhängern unveränderte 99 Prozent, die mit Merz' Arbeit unzufrieden sind. Der Versuch der CDU-Ministerpräsidenten mit einer Art Solidaritätserklärung Personaldebatten über das Kanzleramt zu beenden, hatte erkennbar ebenso wenig einen positiven Effekt auf Merz' Ansehen wie dessen Durchhalte-Ansprache unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Prognosen zu den Wahlergebnissen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Zuletzt hatte es vermehrt Signale für einen Wirtschaftsaufschwung gegeben sowie den Beschluss von Schwarz-Rot, die Spritpreise einzuhegen. Wie in der Vorwoche gehen 17 Prozent der Befragten davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in den kommenden Jahren bessern werden - deutlich mehr als die durchschnittlich 12 Prozent im Juli. Der Anteil derjenigen, die eine Verschlechterung erwarten, sinkt um zwei Prozentpunkte auf nunmehr 60 Prozent. Im Juli lag dieser Wert noch bei 69 Prozent.

Wie zu erwarten, ordnen die Befragten die Landtagswahlen als derzeit wichtigstes Thema ein. 45 Prozent nennen die Wahlen, gefolgt von der Lage der Bundesregierung mit 29 Prozent. Die wirtschaftliche Lage nennen 22 Prozent, die Benzinpreise 19 Prozent. Zweistellig liegen noch die Themen Krieg in der Ukraine und die Kriege im Nahen Osten mit 12 und 11 Prozent. Es folgt der Rechtsradikalismus mit 8 Prozent, Klima und Umwelt mit 7 Prozent und die Lage in den USA mit 6 Prozent.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 22. und 28. September erhoben. Datenbasis: 2501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Zur politischen Kompetenz wurden 1003 Menschen befragt.

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