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Tuesday, September 29, 2026

Padel-Boom in der Schweiz: Von 80 auf 1420 Unfälle in zwei Jahren

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  • Die Suva registrierte 2024 bereits 1420 Padel-Unfälle – innert zwei Jahren stieg die Zahl von 80 auf über 1400.
  • Padel hat damit Squash (980 Unfälle) überholt und nähert sich Tennis mit 3120 Unfällen an.
  • Typisch sind Stürze, Zerrungen sowie Verletzungen an Knie, Fussgelenk und Schulter.

Padel ist der Trendsport der Stunde – das zeigt sich auch in der Unfallstatistik. Erstmals weist die Suva Padel-Unfälle separat aus. Innert zwei Jahren ist die Zahl von 80 auf über 1400 gestiegen. 2022 registrierte die Suva 80 Padel-Unfälle, 2023 waren es bereits 540. 2024 kletterte die Zahl auf 1420, wie die Unfallversicherung in einer Mitteilung schreibt.

Damit hat Padel das Squash bereits überholt: Dort wurden 2024 rund 980 Unfälle gezählt, obwohl der Sport in der Schweiz eine deutlich längere Geschichte hat. Beim Tennis waren es 3120 Unfälle. Padel verzeichnet also schon fast halb so viele Unfälle wie der traditionsreiche Tennissport. Die Zahlen beziehen sich laut Suva auf UVG-versicherte Personen und bilden nicht die gesamte Schweizer Bevölkerung ab. Sie zeigen aber deutlich, wie stark der Sport an Bedeutung gewinnt.

Das sind die typischen Padel-Verletzungen

Padel gilt als leicht zugänglich, schnell erlernbar und sozial. Genau das macht den Sport so beliebt. Doch er hat es in sich: Schnelle Richtungswechsel, kurze Sprints, abrupte Stopps und Ballwechsel nahe an den Glaswänden erhöhen das Unfallrisiko – besonders bei Einsteigerinnen und Einsteigern.

Typisch sind Stürze, Verdrehungen und Zerrungen sowie Verletzungen an Knie, Fussgelenk, Schulter oder Ellbogen. Auch Kollisionen mit Mitspielenden oder der Glaswand können zu Verletzungen führen. Schelble rät: «Gerade Einsteigerinnen und Einsteiger sollten deshalb gut aufgewärmt ins Spiel gehen, die Intensität langsam steigern und die wichtigsten Körperregionen gezielt kräftigen, um ausreichende Stabilität zu gewährleisten.»

Wie stehst du zum Padel-Boom in der Schweiz?

«Padel wirkt auf den ersten Blick sehr einfach und ist schnell erlernt. Körperlich ist der Sport aber durchaus anspruchsvoll», sagt Dr. Regina Schelble, Sportmedizinerin der Rehaklinik Bellikon. Die vielen Sprints, Stopps, Richtungswechsel und Überkopfschläge würden vor allem Knie und Sprunggelenke belasten, aber auch Rücken und Schultern.

2025 bereits rund 15 000 Spielerinnen und Spieler

Bereits 2025 hat 20 Minuten über den Padel-Boom in der Schweiz berichtet. Damals schätzte der Schweizer Padelverband seine Community auf rund 15'000 Spielerinnen und Spieler. «Aktuell sprechen wir von über 120 Padelclubs – die Zahl wächst rasant.» 2016 waren es erst zwölf.

Die Dynamik sei deutlich: Monat für Monat würden neue Angebote entstehen. «Wichtig ist jedoch nicht nur die Quantität, sondern die Qualität der Strukturen. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, stabile Vereinskulturen und Ausbildungswege zu etablieren.» Den ganzen Artikel zum Padel-Boom in der Schweiz findest du hier.

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.

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