Um diese zwei nationalen Vorlagen geht es heute an der Urne

- Die Schweizer Stimmbevölkerung entscheidet heute über die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative.
- Die Neutralitätsinitiative will eine immerwährende, bewaffnete Neutralität in der Verfassung verankern und Sanktionen ausserhalb des Uno-Sicherheitsrats verbieten.
- Die Ernährungsinitiative fordert, den Selbstversorgungsgrad von heute rund 45 auf 70 Prozent zu erhöhen und den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln zu senken.
Soll die Schweiz eine immerwährende und bewaffnete Neutralität in ihrer Verfassung verankern? Und soll sich die Landwirtschaft so anpassen, dass der Schweizer Selbstversorgungsgrad steigt und der Einsatz von Dünger sinkt? 20 Minuten gibt dir den Überblick über die beiden Abstimmungsvorlagen von heute.
Alle News, Hintergründe, Stimmen und Analysen dazu findest du ab 12 Uhr in unserem Liveticker. Was die letzte Abstimmungsumfrage von 20 Minuten und Tamedia in Zusammenarbeit mit Leewas zeigt, kannst du hier nachlesen.
Neutralitätsinitiative
Die Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» – kurz: Neutralitätsinitiative – fordert die Verankerung einer immerwährenden und bewaffneten Neutralität in der Verfassung. Damit soll die Schweiz keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis beitreten oder mit einem solchen zusammenarbeiten. Eine Ausnahme ist für den Fall vorgesehen, dass die Schweiz angegriffen wird oder werden dürfte.
Zudem dürfte die Schweiz auch keine Sanktionen mehr erlassen, mit Ausnahme solcher, welche der Uno-Sicherheitsrat verhängt. Als Mitglied muss die Schweiz diese übernehmen. Auch zugelassen wären Massnahmen, um eine Umgehung von Sanktionen zu verhindern.
Wie die Befürworter und Gegner argumentieren, liest du hier.
Ernährungsinitiative
Die zweite Volksinitiative, über welche abgestimmt wird, ist die Initiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser» – kurz: Ernährungsinitiative.
Die Initiative fordert, dass die Schweiz mehr Lebensmittel hierzulande produziert. Konkret soll der Selbstversorgungsgrad bis in zehn Jahren auf 70 Prozent erhöht werden – heute liegt er netto bei rund 45 Prozent. Dafür soll die Landwirtschaft mehr pflanzliche Lebensmittel produzieren, statt auf Wiesen und Äckern Viehfutter für die Fleisch- und Milchproduktion anzubauen.
Zudem sollen Landwirtinnen und Landwirte weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger anwenden, damit das Trinkwasser besser geschützt sowie die Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität erhalten werden.
Wie die Befürworter und Gegner argumentieren, liest du hier.
Hast du schon abgestimmt?
Christina Pirskanen (pir) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Sie ist seit Januar 2026 stv. Leiterin des Ressorts Politik.
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