Neue Details zu Beringsee-Drama: Bruder (†35) unters Boot gezogen, Cousin (†34) ins Meer gestürzt – beide tot
Neue Details zu Beringsee-Drama
Bruder (†35) unters Boot gezogen, Cousin (†34) ins Meer gestürzt – beide tot
Ein 15-Jähriger wurde am Montag aus der eiskalten Beringsee gerettet. Sein Boot war beim Fischen gekentert, als sich eine Schnur im Motor verfing. Für seinen Bruder und Cousin kam jede Hilfe zu spät.
Publiziert: vor 45 Minuten
Aktualisiert: vor 6 Minuten
Darum gehts
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- Ein Schiff rettete am Montag einen 15-Jährigen aus der Beringsee
- Das Boot kenterte wegen einer Angelschnur, zwei Verwandte starben
- Rettung nach drei Tagen: Junge überlebte bei 4 Grad kaltem Wasser
Ein Fischerboot hat am Montag einen 15-Jährigen aus der eiskalten Beringsee vor Alaska gerettet. Das Boot des Teenagers war beim Fischen gekentert. Für seinen Bruder (†35) und seinen Cousin (†34) kam jede Hilfe zu spät.
Ein Video zeigt die dramatische Rettung: Der 15-Jährige kniete hilflos auf der Unterseite des gekenterten Boots.
Gefährlicher Ausflug
Am späten Freitagabend verliess das Boot der drei jungen Fischer das Dorf Savoonga, bewohnt von den Ureinwohnern Alaskas. Es liegt auf der abgelegenen Insel St. Lorenz, auf der die Anwohner traditionell Selbstversorger sind. Die drei Jungen brachen gemeinsam zu einer Fahrt auf, um Heilbutt zu fangen. Sie wollten am Sonntagmorgen ins Dorf zurückkehren.
Auf See soll sich gemäss Angaben der Familie eine Angelschnur im Motor verfangen haben, woraufhin das Boot kenterte. Der Bruder habe sich dabei in der Schnur verfangen und sei unter das Boot gezogen worden. Der 15-Jährige und sein Cousin konnten sich auf den Rumpf des gekenterten Boots retten.
Rettung wegen Sturm zunächst unmöglich
Die beiden verbrachten zunächst die Nacht zusammen. Gemäss der Familie soll der Cousin später dann in Panik geraten und ins Wasser gerutscht sein. Ab da war der 15-Jährige auf sich allein gestellt.
Als die drei Fischer nicht auftauchten, schlug das Dorf Alarm. Wegen eines schweren Sturms konnte die Küstenwache vorerst nicht ausrücken.
Am Montagmorgen liessen die Wetterbedingungen schliesslich eine Suchaktion zu. Die US-Küstenwache sowie die US-Luftwaffe unterstützten die Suche. Gegen 10.30 Uhr Ortszeit entdeckte ein Suchflugzeug das Boot des Jugendlichen etwa sechs Kilometer östlich der Insel und alarmierte ein Rettungsschiff.
Junge nebst Unterkühlung unversehrt
Erst nach vier Stunden traf das Rettungsschiff «Northwest Explorer» ein, wie Kapitän Adam White der «Anchorage Daily News» erzählte. Zu dem Zeitpunkt verharrte der Junge schon mehrere Tage auf dem etwa 4 Grad kalten Meer. Das Rettungsteam barg den Jungen mit Hilfe eines Krans und einer Rettungstrage.
Neben Anzeichen von Unterkühlung blieb der Junge körperlich unversehrt. Die Besatzung wärmte den Unterkühlten mithilfe von Decken auf. Der Kapitän bewundert, wie tapfer sich der 15-Jährige zeigte. Die Leichname seines Bruders und Cousins konnten geborgen und an Land gebracht werden.
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