Linke erwägt Gegenkandidatin zu AfD-Mann Siegmund
Sachsen-Anhalt:Linke erwägt Gegenkandidatin zu AfD-Mann Siegmund
In Sachsen-Anhalt könnte Linken-Fraktionschefin Eva von Angern bei der Ministerpräsidentenwahl gegen AfD-Politiker Siegmund antreten. Eine Entscheidung soll nächste Woche fallen.
Sachsen-Anhalts Linken-Fraktionschefin Eva von Angern zieht in Erwägung, bei der Ministerpräsidentenwahl gegen den AfD-Politiker Ulrich Siegmund anzutreten. Ihre Fraktion berate darüber, "eine echte Alternative in Form einer eigenen Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin aufzustellen", sagte von Angern der "Magdeburger Volksstimme".
Ein Sprecher der Linken-Fraktion bestätigte auf Anfrage, dass eine Entscheidung am Dienstag in der Fraktionssitzung fallen soll. Die Überlegung gelte zunächst für einen ersten Wahlgang, hieß es.
Nach der Landtagswahl ist offen, wann ein Haushalt verabschiedet wird. Für manche Kommunen, Unternehmen und Kulturtreibende bedeutet dies Ungewissheit, ob beantragte Fördermittel bewilligt werden.
27.10.2026 | 2:01 minLinke landete bei der Wahl auf Platz fünf
Eva von Angern war zur Landtagswahl im September nach 2021 zum zweiten Mal Spitzenkandidatin der Linken. Die Juristin setzt sich im Parlament besonders für soziale Gerechtigkeit ein. Dort gehört die Linken-Fraktionschefin auch zu den vehementesten Kritikern der AfD.
Bei der Landtagswahl am 6. September war die Linke mit 8,6 Prozent auf den fünften Platz gekommen. Die AfD wurde mit 43,8 Prozent mit Abstand stärkste Kraft.
- Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Alle Ergebnisse in Grafiken
Der AfD fehlen drei Stimmen für eine Mehrheit
Siegmund möchte sich im Dezember im Magdeburger Parlament zur Wahl stellen. Er ist dabei auf drei Stimmen aus anderen Reihen angewiesen. Die CDU-Fraktion hat beschlossen, bei der Wahl den Saal zu verlassen - ein CDU-Abgeordneter hat jedoch angekündigt, im Saal bleiben zu wollen. Das BSW will sich enthalten. Damit ist offen, wie Siegmund zu einer Mehrheit kommt.
Die Linke verfügt im Parlament über acht Sitze. Im ersten und zweiten Wahlgang ist bei der Ministerpräsidentenwahl jeweils die absolute Mehrheit nötig - das sind 42 Stimmen.
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