Vorschlag an Parteigremien: Merz will Aigner als neue Bundespräsidentin vorschlagen

Vorschlag an ParteigremienMerz will Aigner als neue Bundespräsidentin vorschlagen
08.11.2026, 20:26 Uhr

Die Union wird nach Willen von Friedrich Merz mit Ilse Aigner als Kandidatin zur Bundespräsidentenwahl antreten. Der Bundeskanzler will die Personalie am Montag von den Parteigremien absegnen lassen.
CDU-Chef Friedrich Merz will die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als neue Bundespräsidentin. "Der Vorsitzende der CDU, Bundeskanzler Friedrich Merz, hat im Rahmen eines Abendessens mit dem Parteipräsidium angekündigt, den Gremien morgen Ilse Aigner als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin vorzuschlagen", sagte eine CDU-Sprecherin am Abend.
Der Schritt ist keine Überraschung, weil sich in den vergangenen Tagen die Meldungen verdichteten, dass sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD bereits auf die CSU-Politikerin verständigt hatten. Merz hatte dies aber nie bestätigen wollen, weil er zuvor mit den CDU-Gremien sprechen wollte.
Das Verhältnis von Merz und Aigner ist von tiefer Verbundenheit geprägt. Die beiden seien "seit 25 Jahren auch privat eng befreundet", hieß es aus dem Umfeld des Kanzlers. Die beiden Unions-Politiker kennen sich seit dem Einzug Aigners in den Bundestag im Jahr 1998.
Beide treffen sich demnach regelmäßig privat - zum Beispiel für Wanderungen - und haben einen gemeinsamen Freundeskreis. Den Angaben zufolge fand auch in diesem Sommer ein persönliches Treffen am Tegernsee statt, bei dem über die Frage der Präsidentschaftskandidatur gesprochen wurde. Merz habe sich dabei aber nicht auf eine mögliche Kandidatur festgelegt, verlautete aus dem Umfeld weiter.
Die Zustimmung aller drei Koalitionspartner zu der Personalie ist sicher. Aigner soll sich am Montag in der regulären Sitzung von CDU-Präsidium und -Bundesvorstand vorstellen. Nach einem gemeinsamen Statement reisen Merz und Aigner dann nach München für den Festakt zum 20. Jahrestag der Hauptsynagoge, wo sie auch auf CSU-Chef Markus Söder treffen.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.