Meghans Vater soll wegen Zwölfjährigen nach Asien gereist sein

- Thomas Markle (82), Vater von Herzogin Meghan, steht im Visier philippinischer Ermittler wegen mutmasslicher Missbrauchsdarstellungen.
- Laut «The Sun» schrieb seine verstorbene Ex-Frau Roslyn Loveless 2019 an die Londoner Polizei, er habe Asienreisen mit dem Schutzalter begründet.
- Auf einem Laptop in Cebu City wurden laut Innenminister Jonvic Remulla mutmassliche Darstellungen entdeckt; Markle bestreitet die Vorwürfe.
Thomas Markle (82), der Vater von Herzogin Meghan (45), steht wegen mutmasslicher Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs im Visier philippinischer Ermittler. Nun berichtet die britische Zeitung «The Sun» über neue Details eines Briefes seiner verstorbenen Ex-Frau Roslyn Loveless. Darin schilderte sie eine angebliche Aussage ihres früheren Mannes über minderjährige Mädchen.
Loveless hatte das Schreiben 2019 an die Londoner Metropolitan Police geschickt. Laut «The Sun», die den sieben Seiten langen Brief einsehen konnte, konfrontierte sie Markle mit einem Missbrauchsvorwurf. Er habe diesen bestritten, jedoch erklärt, dass er auf die Philippinen und nach Thailand reise, weil dort bereits Zwölfjährige legal seien. Ob Markle diese Aussage tatsächlich gemacht hat, ist nicht bestätigt.
Sohn berichtete schon 2017 von Sexreisen
Bereits 2017 hatte Thomas Markle Junior (60) gegenüber dem Magazin «In Touch» über die Asienreisen seines Vaters gesprochen. Demnach sei Markle Anfang der 1980er-Jahre erstmals nach Thailand gereist. Damals war er noch mit Meghans Mutter Doria Ragland (70) verheiratet.
Später habe sein Vater ihm von seinen Erlebnissen erzählt. So soll Markle damit geprahlt haben, dass man für 50 Dollar zwei Frauen für ein Wochenende bekommen könne. Sein Sohn bezeichnete die Erzählungen als verstörend.
Thomas Markle selbst räumte gegenüber «The Mail on Sunday» ein, mindestens zweimal auf die Philippinen gereist zu sein, um für Sex zu bezahlen. Die Missbrauchsvorwürfe weist er aber entschieden zurück.
Polizei untersucht mutmassliches Beweismaterial
Die Anschuldigungen haben inzwischen Ermittlungen auf den Philippinen ausgelöst. Thomas Markle Junior übergab den Behörden vier Kisten mit Material, darunter Festplatten, Bilder und weitere Datenträger, die seinem Vater gehören sollen.
Bei einer anschliessenden Durchsuchung des früheren Wohnhauses von Markle in Cebu City wurde laut Innenminister Jonvic Remulla zudem ein Laptop mit mutmasslichen Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs entdeckt.
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Die Behörden untersuchen das Material nun forensisch. Ein philippinischer Minister sagte gegenüber «The Guardian», dass das in Markles Haus gefundene Material darauf hindeute, dass er ein «möglicher Sexualstraftäter der schlimmsten Art» sein könnte. Markle bestreitet, entsprechende Dateien besessen oder heruntergeladen zu haben. Ob er eine Straftat begangen hat, ist nicht geklärt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Polizei prüft Umgang mit dem Brief
Auch die Londoner Polizei steht wegen des Falls unter Druck. Sie hatte den Brief von Loveless 2019 erhalten und die Informationen an das Büro von Prinz Harry (42) und Meghan weitergeleitet.
Die Vorwürfe wurden jedoch nicht an ausländische Strafverfolgungsbehörden übermittelt. Die Metropolitan Police überprüft inzwischen ihren damaligen Umgang mit dem Schreiben.
Meghan erklärte zuletzt, dass sie bereits vor Jahren von beunruhigenden Anschuldigungen gegen ihren Vater erfahren habe. Sie sei damals davon ausgegangen, dass diese untersucht würden. Den Kontakt zu ihrem Vater habe sie auch abgebrochen, um ihre Kinder Archie (7) und Lilibet (5) zu schützen.
Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?
Hier findest du Hilfe:
Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter
Clickandstop.ch, Online-Meldestelle der Stiftung Kinderschutz Schweiz
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio, Beforemore und bei den UPK Basel.
Gina Sergi (gis), Jahrgang 1997, arbeitet seit März 2024 bei 20 Minuten. Sie ist seit September 2025 Ressortleiterin People.
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