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Sunday, September 20, 2026

Polizei bisher "sehr zufrieden": In Berlin zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als 2023

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Polizei bisher "sehr zufrieden"In Berlin zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als 2023

20.09.2026, 14:51 Uhr

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Die Wahllokale in der Hauptstadt sind noch bis 18 Uhr geöffnet. (Foto: picture alliance / Volodymyr Sindieiev)

In einem Wahllokal wird das Schloss zugeklebt, in einigen weiteren werden der Polizei Sachbeschädigungen gemeldet. Aber alles in allem verläuft der Wahlsonntag in Berlin offenbar störungsfrei. Um 16 Uhr liegt die Wahlbeteiligung offenbar schon bei fast 59 Prozent.

Die Beteiligung bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus fällt bislang höher aus als bei der Wahl 2023. Um 16.00 Uhr lag sie bei 58,2 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. 2023 lag sie demnach zum gleichen Zeitpunkt bei 48,8 Prozent. Damit lag die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt um 9,4 Prozentpunkte höher als bei der vergangenen Wahl. Bei der Angabe zur Beteiligung wurden laut der Mitteilung die ausgestellten Wahlscheine berücksichtigt. Bei etwa einem Drittel davon handelte es sich um Briefwahlunterlagen, sagte Landeswahlleiter Stephan Bröchler.

Die höchste Wahlbeteiligung wurde um 16.00 Uhr aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemeldet (61,4 Prozent), die niedrigste aus den Bezirken Spandau und Neukölln mit je 54,4 Prozent.

Erstmals ab 16 Jahren wählen

Insgesamt sind 2,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, ihr Landesparlament zu wählen. Mehr als 2500 Wahllokale öffneten um 8.00 Uhr, eine Stimmabgabe dort ist bis 18.00 Uhr möglich. 17 Parteien treten mit eigenen Listen an - das sind nur halb so viele wie bei der Wiederholungswahl vor dreieinhalb Jahren. Erstmals dürfen 16- und 17-Jährige über die Zusammensetzung des Landesparlaments mitentscheiden.

Noch vor Beginn der Wahl am Sonntagmorgen wurden Sachbeschädigungen an einigen Wahllokalen gemeldet, wie die Polizei mitteilte. In einem Fall in Schöneberg sei das Schloss des Wahllokals zugeklebt worden. Es habe aber trotzdem rechtzeitig öffnen können, der Wahllokalvorstand habe den Zugang selbst wieder hergestellt.

"Der Wahlsonntag hier in Berlin verläuft bisher aus unserer Sicht völlig störungsfrei", sagte ein Polizeisprecher. "Wir sind mit dem Einsatzverlauf sehr zufrieden."

2,7 Millionen Menschen wahlberechtigt

Seit der Wiederholungswahl 2023 regieren der damalige Sieger CDU und die SPD zusammen. Nach der Wahl bekommt Berlin auf jeden Fall einen neuen Regierenden Bürgermeister oder eine neue Regierende Bürgermeisterin. Amtsinhaber Kai Wegner verzichtete im Juli auf die Spitzenkandidatur, weil er beim großen Stromausfall Anfang des Jahres im Berliner Südwesten falsche Angaben über sein Krisenmanagement gemacht hatte und deshalb anhaltend in der Kritik stand.

Gewählt werden auch die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen in der Hauptstadt. Hier sind gut 2,7 Millionen Menschen wahlberechtigt, weil auch in Berlin lebende EU-Ausländer abstimmen dürfen.

Die Abgeordnetenhauswahl von 2021 hatte wegen zahlreicher organisatorischer Pannen im Februar 2023 wiederholt werden müssen. 2021 gab es in manchen Wahllokalen nicht genügend Stimmzettel, einige schlossen vorübergehend oder blieben zu lange geöffnet. In diesem Jahr wird wieder regulär gewählt.

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