«Enzootische Pneumonie» – Lungenkrankheit bei Schweinen in Dutzenden Betrieben ausgebrochen

- In einem grossen Verbund von Schweinezucht- und Mastbetrieben ist die Lungenkrankheit Enzootische Pneumonie ausgebrochen.
- Insgesamt 60 Betriebe in zahlreichen Kantonen der Schweiz wurden unter Quarantäne gestellt.
Der Veterinärdienst des Kantons Luzern wurde am 9. September über den Ausbruch informiert, wie die Behörde im Namen des Veterinärdienstes Schweiz mitteilte.
Bei Schweinen mit verdächtigen Symptomen wie Husten und Fieber sei der Erreger Mycoplasma Hyopneumoniae nachgewiesen worden.
Betroffen seien 20 Zuchtbetriebe in sechs Kantonen sowie 40 Mastbetriebe in 16 Kantonen. Über alle Betriebe des betroffenen Schweinerings – ein Zusammenschluss verschiedener Landwirtschaftsbetriebe – wurde eine Sperre verhängt, die den Tierverkehr einschränkt. Ziel sei es, eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.
Umfangreiche Abklärungen
Die Einschränkungen können laut der Mitteilung zu Engpässen bei der Unterbringung der Tiere führen. Derzeit liefen umfangreiche Abklärungen, um das genaue Ausmass des Ausbruchs festzustellen. Daran seien die betroffenen Kantone und der Bund beteiligt.
Die Schweiz galt nach einer Sanierung zwischen 1996 und 2004 als weitgehend frei von dieser Tierseuche. Schweinehaltende sind nun dazu aufgerufen, die Biosicherheitsmassnahmen konsequent umzusetzen. Der Erreger kann auch über die Luft übertragen werden. Für Menschen ist die Lungenkrankheit aber ungefährlich.
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