Brüder-Tor kommt zu spät: Streitfigur Garcia trifft 1. FC Köln traumhaft schmerzhaft
Am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga kehrt Bayer Leverkusen nach mehreren Rückschlägen wieder in die Erfolgsspur zurück. Beim 1. FC Köln trifft Streitfigur Aleix Garcia traumhaft zur Führung, Torjäger Patrik Schick entscheidet das Spiel. Ein besonderer Anschlusstreffer kommt zu spät.
Auch dank eines Geniestreichs von Streitfigur Aleix Garcia hat Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen seine drohende Krise abgewendet. Nach wettbewerbsübergreifend drei Niederlagen aus den jüngsten vier Partien befreite sich die Werkself mit einem 2:1 (1:0) im Derby beim 1. FC Köln und geht als Tabellenfünfter in die Länderspielpause.
Garcia, der extern wie intern in die Kritik geraten war, traf traumhaft mit einem direkten Freistoß aus 20 Metern (7.). Patrik Schick erhöhte (86.), ehe Said El Mala die Partie noch einmal spannend machte (90.+2). Leverkusen bleibt damit im Rennen um die Champions-League-Plätze voll auf Kurs. Nach der Pause geht es in der Liga gegen Aufsteiger SC Paderborn (21. November) und mit einem Kräftemessen bei Borussia Dortmund (29. November) weiter.
Rheinrivale Köln kassierte derweil die erste Heimpleite. Das Team von Trainer René Wagner kann sich weiterhin nicht entscheidend aus dem Sog der Abstiegsplätze befreien. Nach der Mammutaufgabe bei Bayern München (20. November) geht es gegen Aufsteiger SV Elversberg (28. November) und den FC Augsburg (5. Dezember) in wegweisende Duelle.
Nach dem erschreckend schwachen 0:1 in der Europa League gegen Olympique Marseille war Bayer unter Druck. Ex-Kapitän Robert Andrich äußerte "Sorgen" - und er hinterfragte die "Einstellung" des bei Trainer Carles Martinez unumstrittenen Garcia öffentlich. Der Bayer-Coach gestand: "Wir sind nicht im besten Moment gerade". Das hatte man auch knapp 20 Kilometer weiter südlich am Geißbockheim vernommen. "Ich hoffe, dass wir von Anfang an Unsicherheit stiften können", lautete der Plan von FC-Trainer Wagner.
Das Duell bot einen packenden Auftakt mit Chancen auf beiden Seiten, hart geführten Zweikämpfen und: der frühen Wiedergutmachung von Garcia. Den Freistoß hob er aus zentraler Position über die FC-Mauer und links oben ins Eck. Auf der anderen Seite verpasste die FC-Offensive die direkte Antwort. Verteidiger Sebastian Sebulonsen schloss nach einem Konter zu mittig ab, Bayer-Schlussmann Mark Flekken parierte (10.).
Danach nahm die Offensivlust ab, auf Betriebstemperatur kam die Partie erst wieder nach der Pause. Nachdem Mikey Moore zu Fall gekommen war, forderte Köln einen Foulelfmeter und wollte den Ball mit Rücksicht auf den verletzten Spieler ins Aus spielen. Leverkusen attackierte aber und stibitzte den Ball. Wütende Zweikämpfe, eine hitzige Atmosphäre und eine Rudelbildung waren die Folge (50.). Schiedsrichter Zwayer versuchte die Partie mit Gelben Karten zu beruhigen, Strafstoß gab es nicht.
Köln rannte nun immer mutiger an, Leverkusen lauerte auf Konter. Schick (59.) und Maza (62.) verpassten die Vorentscheidung. In der Schlussphase wurde Schick ein Treffer wegen Handspiels im Vorfeld aberkannt (82.), dann ließ er Joel Schmid ins Leere rutschen und vollendete eiskalt. Der Anschluss von El Mala kam zu spät.
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