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Thursday, October 1, 2026

Fehlende Hilfe gegen Jet-Shaheds: Großer Teil der ukrainischen F-16-Flotte soll brachliegen

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Fehlende Hilfe gegen Jet-ShahedsGroßer Teil der ukrainischen F-16-Flotte soll brachliegen

01.10.2026, 12:26 Uhr

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Die ersten F-16-Kampfflugzeuge erhielt die Ukraine im Jahr 2024. Seitdem wurden etliche Einsätze geflogen, der Verschleiß ist entsprechend hoch. (Foto: picture alliance / abaca)

Die ukrainischen Abfangdrohnen sind nicht schnell genug, um Russlands strahlgetriebene Shahed-Drohnen vom Himmel zu holen. F-16-Kampfflugzeuge hingegen schon. Einem Bericht zufolge hat die Ukraine davon derzeit jedoch nur wenige zur Verfügung. Zum Jahresende könnte es noch dramatischer werden.

Der Ukraine steht laut einem Medienbericht derzeit ein großer Teil ihrer F-16-Flotte nicht zur Verfügung. Als Grund nennt das "Wall Street Journal" Verzögerungen bei der Wartung durch westliche Partner. In der aktuellen Situation ist das besonders prekär, weil die F-16-Kampfflugzeuge eines der wenigen Mittel sind, um die von Russland immer mehr eingesetzten strahlgetriebenen Shahed-Drohnen zu bekämpfen.

Dem Bericht zufolge haben die USA mit Sabena Aerospace Engineering ein belgisches Unternehmen mit der Wartung der F-16 beauftragt. Einige Arbeiten sollen auch von Subunternehmen durchgeführt werden. Inspektionen würden mitunter jedoch bis zu 40 Wochen, statt der in den USA üblichen zwei bis sechs Wochen dauern, wird der pensionierte US-Marineoffizier Mark Montgomery zitiert.

Was die Gründe für die Verzögerungen sind, ist nicht klar. Die F-16 der Ukraine werden intensiv genutzt und fliegen viele Kampfeinsätze, dementsprechend ist auch der Wartungsaufwand hoch. Das "Wall Street Journal" berichtet zudem von einem möglichen Mangel von bestimmten Komponenten.

Eine Quelle sagte der Zeitung, dass sich derzeit mehr als die Hälfte der ukrainischen F-16 in einem Wartungsengpass befinde. "Bei der derzeitigen Einsatz- und Wartungsgeschwindigkeit wird Kiew die verbleibenden Maschinen bis zum Jahresende aufgebraucht haben", hieß es. Die ukrainische Luftwaffe und Sabena Aerospace Engineering wollten sich nicht äußern.

Partner der Ukraine hatten Kiew die Lieferung von insgesamt 79 Kampfjets zugesagt. Die Niederlande haben alle ihre versprochenen 24 Stück geliefert. Aus Dänemark ist bislang die Lieferung von 12 der versprochenen 19 Jets bekannt. Damit müsste die Ukraine mindestens 36 F-16 erhalten haben, allerdings sind laut Angaben der Luftwaffe vier Stück im Kampf verloren gegangen. Demnach müssten sich derzeit 32 F-16 in Besitz der Luftwaffe befinden - wovon laut dem Bericht des "Wall Street Journals" mehr als die Hälfte nicht einsatzfähig sein soll.

Jets aus Belgien und Norwegen fehlen

Offiziell sind diese Zahlen jedoch nicht bestätigt. Fest steht, dass die Ukraine noch keinen der 30 von Belgien versprochenen F-16-Kampfjets erhalten hat. Kürzlich kündigte Brüssel an, dass die ersten drei in diesem Jahr übergeben werden sollen.

Das Eigentumsrecht über die sechs von Norwegen versprochenen F-16 hatte die Ukraine laut einem Bericht des Mediums NRK aus dem April zwar 2024 und 2025 erhalten. Unter anderem wegen umfangreicher Instandsetzungsarbeiten soll im Frühjahr dieses Jahres nicht ein einziger bei der Verteidigung des Landes geholfen haben.

Neben der F-16 ist die Mirage 2000-5 der einzige westliche Kampfjet, den die Ukraine derzeit in ihren Reihen hat. Wie viele, ist nicht bekannt. Große Hoffnungen werden in die Lieferungen der schwedischen Gripen-Jets gesetzt. Die ersten sollen Anfang des nächsten Jahres in der Ukraine im Einsatz sein.

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