In Libyen eingetroffen – Schweizer und österreichische Geisel aus Niger befreit

- Eine Schweizerin und eine Österreicherin, die vor mehr als einem Jahr in Niger entführt worden waren, sind freigelassen worden.
- Die beiden Frauen seien in Bengasi im Osten Libyens eingetroffen, berichtete ein lokaler Fernsehsender in der Nacht.
- Das Schweizer Aussendepartement EDA hat sich bisher nicht zu den Berichten geäussert.
«Zwei Geiseln, eine Österreicherin und eine Schweizerin, sind nach eineinhalb Jahren Gefangenschaft in Niger freigelassen worden und dank der Intervention des stellvertretenden Oberbefehlshabers Saddam Haftar in Bengasi eingetroffen», berichtete der libysche Sender al-Masar.
Generalleutnant Saddam Khalifa Haftar habe sich auf Bitten der Familien für ihre Freilassung eingesetzt, teilte der Sender auf der Plattform X weiter mit.
In einem von al-Masar ausgestrahlten Video und auf Fotos der libyschen Armee wirkten die beiden Frauen erschöpft. Unter einem Porträt von Marschall Khalifa Haftar sitzend, bedankten sie sich auf Französisch bei ihren Befreiern. Die Fotos wurden von der Agentur Reuters in einem Faktencheck als authentisch eingestuft. Unter anderem würden die Gesichter und der Schmuck mittels Archivfotos eindeutig den entführten Frauen zugeordnet werden.
Videobotschaften der beiden ehemaligen Geiseln
«Ich wurde vor einem Jahr und sechs Monaten als Geisel genommen. Jetzt bin ich froh, frei zu sein, und danke Marschall Khalifa Haftar und seinem Sohn, General Saddam Haftar, für alles, was sie für meine Freilassung getan haben», sagte die 69-jährige Schweizerin in dem Video. Ähnlich äusserte sich darin die Österreicherin. Sie sei ein Jahr und neun Monate eine Geisel gewesen.
Libyen ist seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von Spaltungen geprägt. Zwei rivalisierende Regierungen ringen um die Macht: die von der UNO anerkannte Regierung von Abdelhamid Dbeibah mit Sitz in Tripolis und eine weitere im Osten des Landes, die vom mächtigen Marschall Khalifa Haftar und dessen Umfeld kontrolliert wird.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.