Abstimmung Kanton Bern – Trend rechnet mit deutlichem Nein zur Berner Bildungsinitiative

- Die Trendrechnung der SRF-Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis sagt ein deutliches Nein voraus.
- Die Bildungsinitiative eines Komitees rund um den Berufsverband Bildung Bern will die Qualität der Bildung in der Kantonsverfassung verankern.
- Regierung, Parlament und mehrere Wirtschaftsverbände sprachen sich dagegen aus.
«Die Schwäche der Initiative ist, dass sie zwar ein Versprechen macht, aber keine konkreten Massnahmen einfordert», so die Einschätzung von SRF-Bern-Korrespondent Samuel Burri. «Die Gegner wiederum warnen vor konkreten finanziellen Folgen. Das dürfte im mehrheitlich bürgerlichen Kanton Bern besser funktionieren.»
Nein-Trend von um die 60 Prozent
Die Trendrechnung der Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis von SRF bestätigt die Tendenz. Laut Trend zeichnet sich bei der Berner Bildungsinitiative ein deutliches Nein ab. Es ist mit einem Nein-Stimmen-Anteil von um die 60 Prozent zu rechnen.
Auch erste Resultate aus dem Berner Oberland zeigen ein Nein: Im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli wurde die Initiative mit 69.9 Prozent Nein-Stimmen verworfen, meldet die Staatskanzlei. Die Stimmbeteiligung betrug 43.6 Prozent. Das Endresultat der kantonalen Abstimmung wird Mitte Nachmittag erwartet.
Die Bildungsinitiative wollte, dass in der Kantonsverfassung künftig ausdrücklich geschrieben steht, dass Kanton und Gemeinden für eine Bildung von hoher Qualität sorgen und die notwendigen Mittel dafür zur Verfügung stellen. Dahinter stand der Lehrpersonenverband Bildung Bern.
- Ein Vorschlag von Bildung Bern war etwa, die Schulsekretariate auszubauen, damit sich die Lehrpersonen mehr dem eigentlichen Unterricht widmen können.
- Ein zweiter Vorschlag: Quereinsteigende sollen besser ausgebildet werden.
Die Befürworterinnen und Befürworter argumentierten, eine gute Bildung sei das Fundament für den Wohlstand in der Schweiz.
Kanton Bern gegen Initiative
Die Regierung stellte sich gegen das Anliegen. Der Kanton Bern habe in den vergangenen Jahren bereits viele Massnahmen ergriffen, um die Qualität der Schulbildung zu garantieren, argumentiert Regierungsrat Reto Müller (SP).
Ausserdem habe der Kanton bereits weitere Massnahmen aufgegleist, etwa um die Schulsekretariate aufzustocken und so die Lehrpersonen zu entlasten.
Abstimmungsdossier
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Hier finden Sie News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 27. September 2026.
Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 27.9.2026, 12:03 Uhr ; lana/fise;liea;gygm;stes/sda
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