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Thursday, September 24, 2026

TV-Kameras bleiben bei Trumps Empfang von Xi ausgeschaltet

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  • US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Staatschef Xi Jinping direkt auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews nahe Washington empfangen.
  • US-Finanzminister Scott Bessent kündigte eine Verlängerung der Zollvereinbarung zwischen den USA und China bis zum 10. Januar an.
  • Mehrere grosse US-Sender wie Fox News, CBS und NBC filmten den Empfang nicht – als Protest gegen den Ausschluss von CNN und anderen Medien aus dem Weissen Haus.

Der chinesische Staatschef Xi Jinping ist am Mittwoch in Washington eingetroffen und von US-Präsident Donald Trump mit einem besonderen Empfang direkt auf dem Rollfeld begrüsst worden. Zugleich kündigte US-Finanzminister Scott Bessent in einem Interview mit dem Sender Fox News eine Verlängerung der Vereinbarung im Zollstreit zwischen den USA und China bis zum 10. Januar an. Die Vereinbarung wäre im November ausgelaufen. Beide Seiten hatten sich darauf verständigt, die Zölle auf Waren des jeweils anderen Landes zu senken und keine neuen restriktiven Handelsmassnahmen zu verhängen.

«Ich weiss nicht, ob ein grösseres Abkommen erzielt werden kann», sagte Bessent. Die Verlängerung gebe den Staatschefs mehr Zeit, bei bevorstehenden Treffen in China im November und in Florida im Dezember über offene Fragen zu sprechen.

Xi wirbt für Partnerschaft

Xi sprach sich für ein partnerschaftliches Verhältnis mit den USA aus. In einer Erklärung anlässlich seiner Ankunft schrieb er, China und die USA sollten «Partner, keine Rivalen» sein. Die Verwirklichung der «grossen Erneuerung der chinesischen Nation» und Trumps Ziel, Amerika wieder gross zu machen, könnten Hand in Hand gehen. Beide Länder könnten zum Erfolg des jeweils anderen beitragen und damit der ganzen Welt zugutekommen.

Beide Seiten sollten «aufeinander zugehen», um eine stabile Beziehung aufzubauen. Dabei solle die Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen, der Wettbewerb «in angemessenen Grenzen» bleiben und Unterschiede sollten bewältigt werden, schrieb Xi.

Seltener Empfang direkt am Flughafen

Trump hatte Xi persönlich auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews nahe Washington empfangen, statt auf dessen Ankunft im Weissen Haus zu warten. Auch First Lady Melania Trump nahm an der Zeremonie für Xi und dessen Ehefrau Peng Liyuan teil. Trump sagte später bei seiner Rückkehr ins Weisse Haus: «Ich denke, sie wissen das zu schätzen, grossartige Menschen.»

Das Flugzeug des chinesischen Staatschefs landete gegen 17.40 Uhr Ortszeit. Am Fuss der roten Treppe wurde ein rund 30 Meter langer roter Teppich ausgerollt.

Zu der Zeremonie gehörten eine 21-köpfige Ehrenformation, ein Überflug von zwei B-1-Bombern und Abordnungen aller Teilstreitkräfte. Zudem wurden die Flaggen und Nationalhymnen beider Länder präsentiert. Zwei amerikanische Kinder überreichten Xi und Peng zudem gelbe Blumen.

Nach einem kurzen Austausch auf dem Rollfeld verabschiedete sich Xi von den Trumps und stieg mit Peng in das bereitstehende Fahrzeug.

China hatte Trump bei dessen Besuch in Peking im Mai ebenfalls mit einer aufwendigen Empfangszeremonie begrüsst. Xi war damals allerdings nicht persönlich am Flughafen anwesend.

US-Sender verzichten auf Aufnahmen von Trump

Mehrere grosse US-Fernsehsender wollen ihre Bildberichterstattung über  Trump auch beim Empfang des chinesischen Staatschefs Xi Jinping aussetzen. Auf der Joint Base Andrews waren Journalisten von Fox News, CBS und NBC vor Ort. Sie filmten jedoch nicht; einige schienen ihre Kameras bereits abzubauen.

Auch Teams von NewsNation, Newsmax, Right Side Broadcasting Network, One America News und LindellTV waren nach den Kennzeichnungen an Stativen und Kameras vor Ort.

Der Kameraverzicht steht im Zusammenhang mit einem Streit über die Bedingungen für die Berichterstattung über Trump. Die Sender protestieren damit gegen den Ausschluss von CNN, «Politico» und MS Now aus dem Weissen Haus.

Staatsbankett und Besuch im Nationalarchiv

Am Donnerstag ist ein offizieller Empfang im Weissen Haus mit anschliessendem Staatsbankett geplant. Am Freitag kehren Xi und Peng noch einmal für einen privaten Tee mit den Trumps ins Weisse Haus zurück. Anschliessend wollen sie gemeinsam mit dem Präsidentenpaar das Nationalarchiv in Washington besuchen. Nach Angaben des Weissen Hauses sollen sie dort historische Dokumente sehen, die die Beziehungen zwischen den beiden Ländern veranschaulichen.

Konstantin Furrer

Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

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