Hornissen-Scouts sollen Bekämpfung invasiver Art ermöglichen

- Der Kanton Schwyz kämpft gegen die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse und setzt auf freiwillige Hornissen-Scouts.
- Zwischen Mitte Juli und Mitte September wurden bereits zehn Nester gefunden und fachgerecht entfernt.
- Sichtungen können auf Asiatischehornisse.ch gemeldet werden.
Die ganze Schweiz hat mit der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu kämpfen – der Kanton Schwyz ergreift nun neue Massnahmen. Zwischen Mitte Juli und Mitte September dieses Jahres wurden bereits zehn Nester der Asiatischen Hornisse gefunden und fachgerecht entfernt. Für die weitere Bekämpfung der invasiven Art bittet der Kanton nun um Hilfe aus der Bevölkerung und setzt «Hornissen-Scouts» ein, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt.
«Um weitere Nester möglichst frühzeitig zu finden und deren Ausbreitung zu verlangsamen, ist der Kanton weiterhin auf Beobachtungen aus der Bevölkerung angewiesen», heisst es in der Mitteilung. Sichtungen von Asiatischen Hornissen oder deren Nestern können über die offizielle Meldeplattform Asiatischehornisse.ch gemeldet werden. Diese Plattform ist schweizweit im Einsatz. Weitere Kantone wie Zürich, Luzern oder Aargau setzen auf die Unterstützung von Freiwilligen aus der Bevölkerung.
Scouts finden Nester, Spezialisten bekämpfen sie
Bestätigt sich eine Meldung der Meldeplattform, beginnt gemäss Kanton Schwyz die Suche nach dem zugehörigen Nest oder dessen Bekämpfung. Dabei zähle der Kanton auf die Unterstützung freiwilliger und ausgebildeter «Hornissen-Scouts».
Laut Kanton versuchen diese Scouts in der Folge, anhand der beobachteten Tiere den Standort des Nestes ausfindig zu machen. Ist ein Nest gefunden, kommt es im Anschluss darauf an, ob eine Bekämpfung möglich ist. Stellt sich dies als machbar heraus, beauftragt der Kanton Spezialistinnen und Spezialisten mit der fachgerechten Bekämpfung.
Freiwillige können sich beim Kanton melden
Personen, die bei der Nestsuche mithelfen und die «Hornissen-Scouts» unterstützen möchten, können sich beim Kanton Schwyz unter neobioten@sz.ch melden. Es wird davon abgeraten, Fallen aufzustellen, weil diese nicht selektiv sind und auch viele andere Tiere fangen.
Die Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die einheimische Europäische Hornisse. Charakteristisch sind bei der Asiatischen Hornisse der überwiegend dunkle Körper, die feinen gelben Streifen am Hinterleib sowie die auffällig gelben Beinenden.
Für Menschen sei die Asiatische Hornisse nach aktuellem Wissensstand zwar nicht gefährlicher als die einheimische Hornisse. Jedoch ist die Asiatische Hornisse ein Bienenschädling, schreibt der Kanton. Sie mache unter anderem Jagd auf Wildbienen, Wespen und zu einem erheblichen Teil auch auf Honigbienen, um ihre Larven zu ernähren.
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Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.
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