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Tuesday, November 3, 2026

Zugang zur Strasse von Hormus – Warum die iranische Insel Qeschm ins Visier der USA geraten ist

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Das ist passiert: Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf amerikanische Regierungsvertreter über einen begrenzten US-Angriff auf die iranische Insel Qeschm in der Strasse von Hormus. Auch iranische Nachrichtenagenturen meldeten Explosionen auf der Insel. Offiziell bestätigt wurden die Angriffe von US-Seite zunächst nicht.

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  • Bild 1 von 2. Dieser Screenshot aus einem Social-Media-Video soll den Angriff zeigen. Umgebung von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziert, jedoch nicht das Datum. Bildquelle: Reuters/SOCIAL MEDIA.

    Beleuchtete Fläche mit dunklem Hintergrund und überlagertem Text.
  • Bild 2 von 2. Satellitenfoto der Insel Qeschm vom 10. August 2026 im Zusammenhang mit mutmasslichen Ölverschmutzungen. Bildquelle: Reuters/EUROPEAN UNION/COPERNICUS SENTIN.

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Das weiss man über das Ausmass des Angriffs: Der «Axios»-Reporter Barak Ravid schrieb auf X, ein US-Kampfflugzeug habe am Montag (Ortszeit USA) eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei. Auch die Sender CNN und CBS berichteten über die «begrenzten» Angriffe auf die Insel. Iranische Staatsmedien berichteten in der Nacht derweil, die Revolutionsgarden hätten südlich der Insel Qeschm zwei weitere US-Aufklärungsdrohnen mithilfe elektronischer Systeme in ihre Gewalt gebracht. Zudem sei östlich der Strasse von Hormus eine US-Drohne zerstört worden.

Das gibt zu reden: Der mutmassliche US-Angriff auf Qeschm erfolgte ausgerechnet einen Tag vor den US-Kongresswahlen und wenige Stunden nach versöhnlichen Tönen aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag einen weiteren Angriff auf den Iran nach den Zwischenwahlen ausdrücklich verneint. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass eine Einigung mit Teheran möglich sei. Auch Vizepräsident JD Vance sprach von «guten Gesprächen» und nannte die Aussichten auf eine Verhandlungslösung vielversprechend.

Darum Qeschm: Die Insel liegt vor der Südküste des Irans unmittelbar an der Strasse von Hormus. Durch die Meerenge wird ein beträchtlicher Teil des weltweit gehandelten Erdöls und Flüssiggases transportiert. Die Insel gilt deshalb als einer der strategisch wichtigsten Punkte am Eingang zum Persischen Golf. Nach Angaben verschiedener Medien und Militärexperten beherbergt Qeschm Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden. Dazu zählen ein Marine-Stützpunkt sowie unterirdische Raketenanlagen. Von dort aus könnte Iran Schiffe in der Strasse von Hormus überwachen oder im Konfliktfall bedrohen.

So reagiert der Öl-Markt: Die Ölpreise sind nach Meldungen über erneute Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran gestiegen und haben damit einen Teil des deutlichen Rückgangs vom Vortag vorerst gestoppt. Am Dienstagmorgen wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent für Rohöl aus der Nordsee mit Lieferung im Januar bei 106.12 US-Dollar gehandelt und damit etwa 1.3 Prozent höher als am Montag. Zu Wochenbeginn hatte der Brent-Preis wegen positiver Signale aus dem Iran knapp acht Prozent nachgegeben. Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hatte grünes Licht für Verhandlungen gegeben, die den seit Monaten andauernden Krieg mit den USA beenden könnten. In der vergangenen Woche hatte die Notierung noch bei fast 117 Dollar gestanden.

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