RTP DesportoMarco Silva alerta para Gil Vicente com qualidade para criar problemasESPN DeportesEN VIVO: Sigue la clasificación para el GP de España 2026Punch54 countries offering eVisa to NigeriansThe Jerusalem PostIran used Chinese-sourced satellite images to target US bases, intelligence reveals - reportESPNWeek 2 preview: Ohio State-Texas leads SEC-Big Ten showdowns, plus five huge Big 12 gamesוואלהארבעה פצועים בתאונת דרכים בכביש 89, בהם בת 63 במצב בינוניBollywood HungamaBIG DEVELOPMENT: PVR INOX proposes to SCRAP VPF for all films; move comes a year after Jolly LLB 3 controversy; Saiyaara, War 2 ‘sunset clause’ revelationsFootball ItaliaSpalletti: ‘Juventus must end alibi mentality’ around injury crisisBusiness AMRussische marineschepen zorgen voor verhoogde alertheid bij passage in de Middellandse ZeeIl Fatto QuotidianoUfo, dal primo recupero di oggetto volante non identificato fatto al mondo agli avvistamenti di San Cesareo e Treviso: su Focus il programma che indaga i misteri extraterrestiRMF2488-latka w nocy wypadła z okna szpitala w Koninie. Nie żyjeRapplerLIVE UPDATES: First BARMM parliamentary elections
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, September 12, 2026

«Habe auf extrem viel verzichtet»: Der kickende Jurist Berisha meistert jahrelange Doppelbelastung

Translate

«Habe auf extrem viel verzichtet»

Der kickende Jurist Berisha meistert jahrelange Doppelbelastung

Fussball ist sein Leben, Vaduz sein Glück – aber nicht alles: Der gebürtige Zürcher Liridon Berisha hat mit 28 Jahren in der Super League debütiert. Erst nach einer mehrjährigen Ochsentour durch die Challenge League ist der studierte Jurist ganz oben angekommen.

Publiziert: vor 11 Minuten

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Liridon Berisha (28) debütiert nach 228 Challenge-League-Partien in der Super League
  • Berisha kombiniert Jus-Studium mit Profi-Fussball und verzichtet auf Ferien
  • Vaduz-Projekt: Ziel Super-League-Aufstieg, zwei Siege aus letzten drei Spielen
Schoch&Raz07.jpg

Sven SchochReporter Sport

Hinter der Nummer 5 von Vaduz steckt eine bemerkenswerte Geschichte. Liridon Berisha, Sohn kosovarischer Einwanderer, mit einem Lebenslauf, der neugierig macht: Früh-Gymi-Absolvent, als 15-jähriger B-Junior in der 3. Liga aktiv mit dem FC Bülach, eine Saison später findet er in der U17 Zürichs Unterschlupf, weit über 200 Partien in der Challenge League kommen dazu, ein mehrjähriges Jura-Studium inklusive, mit 28 Debütant in der höchsten Schweizer Spielklasse. Kein austauschbares 0815-Profil, im Gegenteil: ein nahezu beispielloses! 

November 2018, die U21 des FC Zürich ringt der AC Bellinzona ein glanzloses 1:1 ab. An der Seitenlinie wirkt Marinko Jurendic, der ein paar Jahre später den Verein als Sportchef zur Meister-Trophäe führen wird und inzwischen beim Schweizer Verband die Sport-Strategie vorgibt. Auf dem Feld steht damals Liridon Berisha. Ein unscheinbarer Verteidiger, dem die FCZ-Verantwortlichen keinen Super-League-Plan vorlegen mögen. Bei seinem Ex-Mitspieler Lindrit Kamberi verläuft der Weg anders. Bei ihm entwickeln die Verantwortlichen mehr Talent-Fantasie und machen ihn im letzten Februar zum neuen FCZ-Captain. 

Berisha erinnert sich im Gespräch mit Blick gut an das letzte Ausbildungsjahr beim FCZ. «Ich hatte den FCZ zwischenzeitlich verlassen, beim FC Seefeld in der 1. Liga gespielt und im Ex Libris gearbeitet.» Zum Comeback im Leistungs-Fussball gelangt er auf eigene Initiative hin. Nachdem Ludovic Magnin die U21 übernommen hat, ruft Berisha seinen früheren U18-Ausbildner an. «Nach ein paar Probe-Wochen konnte ich einen Vertrag unterschreiben. Im Sommer danach kam ein Wechsel zu Schaffhausen nicht zustande, weshalb ich noch ein halbes Jahr in Zürich anhängte.» 

Jahrelanger Verzicht wegen Jus-Studium

Als ihm klar wird, dass für ihn im Zürcher Profikader kein Platz offen sein würde, stellt sich Berisha die Grundsatzfrage: «Kommt eine professionelle Laufbahn im Sport weiterhin infrage oder soll ich auf den Plan B setzen?» Bruno Berner lotst ihn zum zweitklassigen SC Kriens, die letzten Zweifel sind beseitigt: Berisha fokussiert sich vorerst auf die Uni-Ausbildung und taucht in die Rechtswissenschaften ein. Die Balance zu halten, ist anspruchsvoll: Fussball in einem ambitionierten Umfeld, ein nahrhaftes Grundstudium in Zürich. 

«Jahrelang habe ich auf extrem viel verzichtet. Während andere nach der Saison Ferien machten, standen für mich die grossen Prüfungen an.» Die Erholung kommt zu kurz, das persönliche Umfeld muss sich permanent anpassen. Im Nachgang wertet der Zürcher die Erfahrung als komplex: «Ich musste quasi in zwei Sparten Topleistungen liefern. Im Studium und am Abend auf dem Rasen. Da fragte mich keiner, ob die Energie reicht. Und wenn du es nicht schaffst, ist dein Platz ganz schnell weg.»

Stromlinienförmig verläuft nahezu nichts. Als junger Xamax-Captain hat Berisha eine nervenaufreibende Relegationsrunde gegen Rapperswil-Jona auszuhalten: «Da standen einige Jobs auf dem Spiel, das geht nicht spurlos an einem vorbei.» Schon vor der Barrage ist klar, dass in Vaduz eine neue Tür aufgehen wird. Sportchef Franz Burgmeier hat über Umwege vom Veränderungswunsch des Neuenburger Leaders erfahren. Die Atmosphäre im Fürstentum sagt Berisha zu, das Projekt «Rückkehr in die höchste Liga» hat ihn ohne Verzögerung vereinnahmt: «Das Team wurde darauf ausgerichtet, ganz oben mitspielen und auch aufsteigen zu können.»

«Eine gesunde Distanz»

228 Challenge-League-Partien und einen Master-Abschluss später steht Berisha an einem komplett anderen Punkt: unbestrittene Stammkraft in der Super League. Der 28-Jährige ist mit Vaduz nach vier erfolglosen Runden angekommen. Die Nervosität hat sich gelegt, das eingespielte Ensemble hat den höheren Rhythmus verinnerlicht. «In der Garderobe war es nie dunkel nach verlorenen Spielen. Wir hätten in den meisten Partien punkten können», bilanziert Berisha unaufgeregt. «Thun demonstrierte vor einem Jahr, wie wichtig ein guter Drive ist. Das spüren die Gegner, das gibt dir fünf Prozent und nimmt auf der anderen Seite fünf.» 

Berisha ist ein feiner Beobachter. Einer, der den Horizont in der Kabine erweitert. Der Fussballer mit dem Jus-Hintergrund hat sich eine bemerkenswerte Ausgangslage geschaffen. Er schätzt die persönliche Freiheit, seine Passion auf völlig verschiedenen Ebenen auszuleben. «Und ich geniesse Spiel für Spiel, solange mir der Fussball Spass macht.» Das Wiedersehen mit dem FCZ kommt für den Aufsteiger in einem günstigen Moment. Zwei der letzten drei Spiele hat er mit dem FCV gewonnen. Zürich hingegen ist mit internen Unruheherden beschäftigt. «Ich freue mich, im Letzi antreten zu dürfen. Da sind keinerlei schlechte Gefühle, ich habe eine gesunde Distanz.»

View the original on Blick

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.