Hitlergrüsse in der Super League: Jetzt folgen klare Worte

- Der Kop Sud, das Ultra-Kollektiv von Lausanne-Sport, verurteilt Nazi-Grüsse, die beim Derby-Fanmarsch gegen Servette gezeigt wurden.
- In einem Communiqué erklärt die Gruppe: «Solche Gesten haben in unserer Haltung keinen Platz.»
- Der Kop Sud beklagt eine zunehmende Verbreitung rechtsextremer Symbole und Verhaltensweisen im Stadion und in der Stadt.
Am Wochenende verlor in der Super League Lausanne daheim gegen Servette mit 0:1. Rund um das Spiel kam es zu mehreren Fan-Eklats.
Nach Zeugenaussagen sind vor dem Derby in Lausannes Stadtzentrum Feuerwerkskörper in der Nähe von Kindern gezündet worden. Zudem wurden laut Zeugen gegenüber 20 Minuten einzelne Anhänger von Lausanne-Sport beim Zeigen von Nazi-Grüssen beobachtet.
Der Kop Sud, das Kollektiv der LS-Ultras, reagiert am Dienstag mit einem deutlichen Communiqué und verurteilt die Vorfälle kategorisch.
«Solche Gesten haben in unserer Haltung keinen Platz»
Angesichts der Anhänger rechtsextremer Ideen erklärt die Unterstützergruppe: «Unsere Position ist nicht ihre.» Weiter heisst es: «Beim Aufbruch unseres Fanumzugs vor dem Derby zeigten einzelne Mitglieder der Lausanner Unterstützer den Hitlergruss. Solche Gesten haben in unserer Haltung keinen Platz.»
Und weiter: «Der Hitlergruss ist keine Geste, die man unter dem Deckmantel eines Witzes, Alkohols oder Gruppenzwangs verharmlosen kann. Er spiegelt eine Ideologie wider, die auf Rassismus, Antisemitismus, Hass und der Ablehnung potenzieller Mitstreiter beruht.»
Klare Worte der Fans
Der Kop Sud besteht aus «Lausannerinnen und Lausannern unterschiedlicher Herkunft, Kulturen, Lebensläufe und Milieus», die eine gemeinsame Leidenschaft verbindet: «Lausanne-Sport». Daher «gehört unsere Tribüne denen, die Lausanne verteidigen wollen – nicht denen, die unseren Club und unsere Stadt instrumentalisieren möchten, um ihren Hass zu verbreiten».
Der Kop Sud beklagt zudem die zunehmende Verbreitung von Symbolen und Verhaltensweisen «aus dem rechtsextremen Umfeld», sowohl im Stadion als auch in der Stadt.
Zur Erinnerung: Am 5. September wurden in der Waadtländer Kantonshauptstadt drei Jugendliche, darunter zwei Minderjährige, festgenommen, nachdem sie Nazi-Grüsse gezeigt und «Heil Hitler»-Rufe ausgestossen hatten. Dem Trio werden ausserdem Körperverletzung und Diebstahl vorgeworfen. Anfang Juli hatte in Vidy der Angriff von «Neonazis» auf einen Dreissigjährigen grosse Bestürzung ausgelöst.
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David Ramseyer est journaliste à la rédaction genevoise de 20 minutes depuis 2014. Il traite notamment des thématiques liées à la sécurité, à la mobilité et au développement durable. Il a auparavant travaillé à Léman Bleu ainsi qu'à Radio Lac.
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