iPhone-Mirroring: Noch nützlicher unter iOS 27, aber nicht in der EU
Es ist ein Szenario, das vermutlich jeder Mac- und iPhone-Besitzer kennt: Man arbeitet am Apple-Rechner und es kommt eine Benachrichtigung auf dem Smartphone herein. Das Gerät selbst liegt aber dummerweise gerade auf der anderen Seite des Raumes. Also die Arbeit unterbrechen, hinlaufen, iPhone nutzen. Mit Apples iPhone-Mirroring, auf Deutsch „iPhone-Synchronisierung“ genannt, wäre das nicht nötig gewesen: Man hätte vom Mac aus das Apple-Smartphone vollständig fernsteuern können. Die nützliche neue Funktion ist aber aus regulatorischen Gründen nach wie vor nicht innerhalb der EU verwendbar. Dabei hat Apple ihr im Rahmen von iOS 27 und macOS 27 erneut praktische weitere Möglichkeiten verpasst.
Kontrollzentrum, Video, Fensteranpassung
Sie betreffen drei Bereiche, die die Nutzung erleichtern. So ist es erstmals möglich, das Kontrollzentrum des ferngesteuerten iPhone zu öffnen, um direkte Einstellungen vorzunehmen. Apple hatte dies bislang unterbunden. Ebenfalls äußerst praktisch: Videos, die mit einem Kopierschutz (Digital Rights Management, DRM) versehen sind, lassen sich nun auch auf dem Mac anzeigen.
Man kann also etwa den Netflix-Client, der unter macOS nach wie vor fehlt, vom iPhone auf den Rechner holen. Schließlich bietet das iPhone-Mirroring mehr als nur die drei Fenstergrößen („kleiner“, „tatsächliche Größe“, „größer“) an, sondern erlaubt erstmals ein (weitgehend) freies Resizing. Dazu muss die verwendete App allerdings bereits für iOS 27 (und letztlich für das iPhone Duo) optimiert sein, beispielsweise jene von Apple.
Nur noch wenige Nickeligkeiten übrig
Damit ist das iPhone-Mirroring praktisch „feature complete“, es fehlt also nichts mehr. Schon zuvor konnte man die Zwischenablage abgleichen (was mit iOS 27 und macOS 27 nun schneller geht), den App-Switcher aufrufen und vieles mehr. Störend bleibt nur noch die fehlende Möglichkeit, die Benachrichtigungszentrale auf dem iPhone aufzurufen. Das sieht Apple offenbar als unnötig an, weil man mittels iPhone-Mirroring die Nachrichten vom iPhone auch auf den Mac schicken kann. Ebenfalls noch nicht perfekt ist die Authentifizierung etwa in Banking-Apps. Manche davon ermöglichen es, Face-ID-Abfragen in Touch-ID-Abfragen auf dem Mac umzuleiten, andere erzwingen dann die Eingabe einer PIN.
Es bleibt nach wie vor unklar, ob und wann iPhone-Mirroring in die EU kommt. Apple fürchtet offenbar, dass die EU-Kommission den Konzern bei Aktivierung dazu zwingen könnte, Remote-Access-Lösungen für das iPhone auch anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen, was Apple aus Sicherheitsgründen ablehnt. iPhone-Mirroring ist, ähnlich wie Siri AI, an das Herkunftsland des App-Store-Accounts gekoppelt.
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