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Saturday, September 26, 2026

Was wird aus der Automarke? : Neue Alfa-Romeo-Modelle ab 2027 - jetzt Sonderserie Luna Rossa

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Was wird aus der Automarke? Neue Alfa-Romeo-Modelle ab 2027 - jetzt Sonderserie Luna Rossa

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Luna Rossa für alle. Die Sonderserie besticht durch stylishes Outfit. Das Grau sieht am coolsten aus und ist leider Junior wie Tonale vorbehalten. (Foto: Alfa Romeo)

Alfa Romeo hat immer noch so viel Strahlkraft, dass die Fans der Marke selbst große Fehltritte zu verzeihen scheinen. Statt neuer Modelle muss das Label 2026 mit einer Sonderserie auskommen. Nächstes Jahr wird es spannend, verspricht Santo Ficili.

Santo Ficili ist derzeit leider ein Mann der kargen Worte. Die Alfisti dieser Welt (verrückt überhaupt, dass Automarkenfans einen Namen haben können) wünschen sich endlich, dass der Alfa-Romeo-Chef mal eine Ansage macht. Und zwar, dass die italienische Marke endlich viele schöne neue Modelle auf die Straße bringt.

Aber! Weiterhin ist Geduld gefragt. Mit der Bitte verknüpft übrigens, dass die Fans doch mal stärker zugreifen mögen. Denn da war eigentlich immer Luft nach oben, auch das hat sogar historische Dimension. Eigentlich schade, denn Alfa hatte immer schöne Autos, bis heute. Klar, phasenweise war das mal mehr oder mal weniger der Fall.

Die Ankündigung, dass die beiden Mittelklassen Giulia und Stelvio jetzt doch bis 2027 laufen, hinterlässt sowohl lachende als auch weinende Gesichter, denn - was kommt danach? Hier müssen die Alfisti noch zittern. Denn man konnte die letzte Einlassung zu größeren Baureihen so verstehen, dass Alfa Romeo noch prüft. Das ließe immerhin auch den Schluss zu, dass in dieser Richtung überhaupt nichts mehr kommt. Doch der Reihe nach.

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Als Luna Rossa ist der Stadtfloh Junior so richtig cool. Warum gibt es ihn nicht mit dem starken Elektrostrang? (Foto: Alfa Romeo)

Boost für alle Baureihen

Jetzt verpasst der Hersteller erst einmal sämtlichen Baureihen einen kleinen Boost. Alfa legt nämlich die Sonderserie "Luna Rossa" auf anlässlich der "Premilinary Regatta" am Golf von Neapel (America's Cup). Sie kennen diesen Segel-Wettbewerb überhaupt nicht? Völlig egal, die Editionsmodelle der Baureihen Giulia, Junior, Stelvio und Tonale sehen in der Tat cool aus. Die Farbpalette sei von der Rennjacht inspiriert, heißt es im Pressetext. Und nach der ersten Live-Sichtung bei der Enthüllung in Neapel lässt sich tatsächlich sagen: sieht schick aus.

Vor allem sticht das pastellige Grau ins Auge (für Junior sowie Tonale), das neben schnöder schwarzer oder weißer Lackierung lieferbar ist. Es ist an die Farbe der Rettungswesten der Segelcrew angelehnt. Dazu kommt ein prägnanter Schriftzug "Luna Rossa" im Bereich der Unterseiten.

Bezüge zum Segelsport

Innen sollen je nach Modell unterschiedliche Details ebenfalls an den Segelsport erinnern. Beispielsweise Sitzbezüge, die Reminiszenzen an Sportbekleidung anklingen lassen. Besonders exklusiv wird es bei Giulia und Stelvio, für die das Kreativteam innen wie außen Kohlefaser vorgesehen hat. Beispielsweise für die Außenspiegelkappen und das Kühlerwappen. Außerdem finden sich markante Luna-Rossa-Embleme im Bereich der Außenspiegel. Als Lackfarben stehen ein Rot-, Schwarz- sowie Weißton zur Verfügung.

Bei den Motorisierungen bleibt es modellspezifisch klassisch. Giulia- und Stelvio-Interessenten bekommen den bekannten 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 160 respektive 210 PS je nach Kombination mit Hinterrad- oder Allradantrieb. Auch der Tonale steht als Diesel zur Verfügung - in diesem Kontext mit 130 PS. Mehr Leistung bieten die Benzinhybrid-Exemplare. Als da wäre ein Mildhybrid mit 175 sowie die Plug-in-Variante als Performance-Option mit 270 PS.

Beim in Deutschland mit Abstand am häufigsten verkauften Modell Junior stehen ein 145 PS starker Hybrid sowie eine rein elektrisch angetriebene Variante mit 156 PS zur Verfügung. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der 280 PS starke elektrische Performance-Strang dem Luna Rossa ebenfalls gut zu Gesicht gestanden hätte.

Und was erwartet die Alfisti nun? Nächstes Jahr definitiv ein SUV im C-Segment, das auf der STLA-Medium-Plattform basiert. Und wenn man sich anschaut, was die Italiener aus dem Junior gemacht haben, der sich sein Chassis beispielsweise mit Fiat 600 und Opel Mokka teilt, muss man sagen, dass durchaus Hoffnung auf ein individualistisches und hübsches Auto besteht.

Darüber hinaus ist bestätigt, dass Alfa Romeo künftig auf Basis der neuen STLA-One-Plattform operieren lässt. Hier könnte ein Hatchback entstehen, das als Nachfolger der Giulietta gehandelt wird.

Spätestens jetzt wird es technisch interessant, denn diese Plattform unterstützt beispielsweise endlich auch ein 800-Volt-Bordnetz. Außerdem verfolgen die Ingenieure hier das Cell-to-Body-Prinzip, bei dem die Batterie quasi struktureller Bestandteil des Chassis ist, was Gewicht spart.

Zum Schluss noch eine kleine Info, die aufhorchen lässt: Stellantis hatte im Frühjahr bestätigt, dass der STLA-One-Unterbau gar Fahrzeuge bis hin zum D-Segment erlaubt. Damit wäre der Weg zu großen Alfa-Modellen grundsätzlich gangbar. Und die verdient das Label allein schon aus historischen Gründen. Jetzt muss Alfa Romeo aber erst einmal kräftig Geld verdienen mit den günstigeren Volumenmodellen. Hoffen wir mal das Beste.

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