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Saturday, August 29, 2026

Dritte Woche der Preseason: Packers-Receiver liefert elektrisierende Show

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Ein Wackelkandidat der Green Bay Packers brilliert im letzten Preseason-Spiel. Zwei der letzten drei Super-Bowl-Sieger trennen sich unentschieden und Chiefs finden womöglich ein Juwel.

Woche 3 der NFL Preseason war am Freitag in vollem Gange. Die Packers sahen die ersten Schritte eines vielversprechenden Verteidigers, die Chiefs haben womöglich die Antwort auf eines ihrer größten Probleme gefunden und der zweite Anzug der Cowboys-Defense passt nicht wirklich.

Washington Commanders (1-2) @ Baltimore Ravens (3-0) 3:41

  • Der Erkenntnisgewinn für die Ravens dürfte überschaubar gewesen sein, da im Grunde alle Starter draußen saßen. Dafür sammelte Veteran-Receiver Chris Moore Argumente für einen Kaderplatz. Er fing drei Pässe zu Beginn für 54 Yards und einen starken Touchdown-Catch im Sinkflug.

  • Sorgen bereitete jedoch einmal mehr Kicker Tyler Loop, der zwei Field-Goal-Versuche vergab, beide von mehr als 50 Yards, was ihm damit in der Preseason schon dreimal passierte. Das wird man beobachten müssen.

  • Die Commanders wiederum zeigten schon im gemeinsamen Training unter der Woche keine gute Form und bestätigten die Kritik ihres Quarterbacks Jayden Daniels damit nochmal. Natürlich spielten die Starter nicht, aber der zweite Anzug ist besorgniserregend.

Atlanta Falcons (2-1) @ Miami Dolphins (0-3) 17:12

  • Die jüngsten Berichte lassen Böses erahnen für die Falcons und Quarterback Tua Tagovailoa. In diesem Spiel gegen sein Ex-Team jedoch zeigte er mehr von dem, was man in Miami bereits kennt: Viele kurze, sichere Pässe, die davon leben, dass ein Receiver nach dem Catch etwas damit anstellt. Das gelang besonders Tight End Kyle Pitts, der aus einer kurzen Reception 37 Yards herausholte. Unterm Strich war Tua durch die Luft fast perfekt (7/8, 95 YDS), verlor jedoch auch einen Fumble beim Snap. Sicher dürfte sein Platz im Lineup nicht sein.

  • Den Dolphins gelang nicht allzu viel, sie zeigten jedoch, worauf ihr Fokus lag: Wide Receiver Chris Bell sah die meisten Targets und sollte betont in Szene gesetzt werden. Diesen Trend wird man beobachten müssen, wenn es richtig losgeht.

Houston Texans (0-3) @ Carolina Panthers (3-1) 13:16

  • Bei strömendem Regen war nicht viel zu holen. Es war so schlimm, dass gleich drei Quarterbacks auf beiden Seiten in der ersten Hälfte Interceptions warfen, die aber allesamt einen Platz im Kader sicher haben dürften. Einzig Panthers-Backup Kenny Pickett blieb ohne Pick, hatte aber drei Pässe, die ihr Ziel deutlich verfehlten.

New York Giants (2-1) @ New York Jets (1-2) 23:6

  • Odell Beckham Jr. kämpft bei den Giants um einen Platz im Kader. In seinem letzten Vorsprechen brachte es der einstige Star auf drei Receptions für 53 Yards und drei First Downs. Er war auch der anvisierte Receiver bei einer Interception von Jameis Winston, doch die ging eher auf den Quarterback.

  • Die Jets wiederum müssen sich weiter fragen, wer denn nun der Backup hinter QB Geno Smith sein wird. Rookie Cade Klubnik, der in Woche 1 noch so überzeugend aussah, enttäuschte einmal mehr. Er brachte nicht mal die Hälfte seiner Pässe an (6/13, 59 YDS) und warf eine schlimme Interception.

Tampa Bay Buccaneers (2-1) @ Jacksonville Jaguars (2-1) 0:19

  • Undrafted-Rookie-Edge-Rusher Bryan Thomas Jr. hat sich womöglich einen Platz im Kader erspielt. Er glänzte für Jacksonville mit vier Tackles, vier Pressures und 2,5 Sacks. Ein Platz hinter den Stars Joshua Hines-Allen und Travon Walker sollte damit drin sein.

  • Das Backup-Quarterback-Rennen der Bucs ist derweil wohl weiter offen, da weder Rookie Jalon Daniels (8/15, 57 YDS) noch Jake Browning später (2/4, 2 YDS) irgendwas auf die Reihe brachten. Daniels verlor obendrein einen Fumble beim Snap.

New Orleans Saints (1-2) @ Dallas Cowboys (2-1) 27:24

  • Die Saints setzten auf Bordmittel, um die Backups der Cowboys-Defense zu überrollen - ein Zeichen von guter Athletik auf der einen und schlechter Kadertiefe auf der anderen Seite. Rookie-Receiver Barion Brown erzielte einen Touchdown per Jet Sweep, QB Spencer Rattler lief bei einer Read Option selbst in die Endzone und Running Back Audric Estime legte einen 33-Yard-Lauf hin.

  • Bei den Cowboys bleibt die Frage nach dem Backup-QB weiter offen. Joe Milton spielte dieses Mal wenig spektakulär und leistete sich einen Fumble, der jedoch bei einem Teamkollegen landete. Sam Howell im Gegenzug warf zwei Touchdown-Pässe in einem insgesamt soliden Auftritt.

Arizona Cardinals (1-3) @ Green Bay Packers (2-1) 38:42

  • Die Packers sahen das Debüt von Rookie-Edge-Rusher Dani Dennis-Sutton, der gleich in Aktion trat und einen Sack gegen Gardner MInshew schaffte. Insgesamt kam er auf vier Pressures und deutete seine Explosivität an.

  • Offensiv warf QB Kyle McCord, der das ganze Spiel aktiv war, vier Touchdown-Pässe. Die Wide Receiver Will Sheppard und J. Michael Sturdivant betrieben derweil Eigenwerbung. Sturdivant führte das Team mit 112 Yards und einem Touchdown an, während Sheppard zwar nur für 26 Yards und einen TD Pässe fing, dafür aber für Aufsehen sorgte mit einem elektrisierenden 81-Yard-Punt-Return-Touchdown.

  • Die Cardinals dürften derweil mit Gardner Minshew als Backup-QB in die Saison gehen. Er spielte zwei Drives und führte sein Team damit zu zehn Punkten. Das Highlight: ein 41-Yard-Touchdown-Pass auf Simi Fehoko.

Seattle Seahawks (0-2-1) @ Kansas City Chiefs (0-2-1) 9:9

  • Die Chiefs haben vielleicht ein Juwel gefunden. Wide Receiver Andrew Armstrong, der zunächst in der Preseason als Blocker überzeugte, zeigte dieses Mal, was er am Ball kann. Er fing fünf Pässe für 54 Yards und hat gute Chancen auf einen Kaderplatz in einer der schwächeren Positionen dieses Teams.

  • Seattle ließ QB Jalen Milroe das gesamte Spiel bestreiten und das verlief holprig. Milroe warf zwar für 223 Yards (16/26), leistete sich aber auch zwei Fumbles, von denen einer beim Gegner landete. Am Ende hatten die Gäste dennoch die Chance auf den Sieg, doch Kicker Chris Myers vergab aus 52 Yards mit auslaufender Uhr.

Cincinnati Bengals (3-0) @ Philadelphia Eagles (0-3) 30:13

  • Die Eagles sahen die ersten Schritte von Erstrundenpick Wide Receiver Makai Lemon, der zuvor mit Oberschenkelproblemen ausgefallen war. Er spielte fast zu gleichen Teilen außen und im Slot und hatte drei Receptions - jedoch für nur drei Yards. Ein Pass in seine Richtung wurde von einem Verteidiger abgewehrt und einen weiteren von QB Tanner McKee ließ er durch die Hände gleiten für eine Interception. Das scheint ausbaufähig.

  • Bei den Bengals muss man den früheren CFL-Receiver Dohnte Meyers erwähnen, der drei Pässe für 51 Yards und drei First Downs fing. Er könnte sich in den Kader gespielt haben, da er sein Team mit elf Receptions in der Preseason anführte.

Minnesota Vikings (1-2) @ Denver Broncos (2-1) 6:34

  • QB Sam Ehlinger bestritt weite Strecken des Spiels für Denver und sammelte zumindest mal Argumente für einen Kaderplatz irgendwo in der Liga. Er führte einen gelungenen 65-Yard-Touchdown-Drive in der Two-Minute-Offense vor der Halbzeit an. Später gelang ihm ein Touchdown-Pass für die Highlight-Reels, für den er laut Next Gen Stats mehr als 6,5 Sekunden Zeit erkaufen und 28,1 Yards scramblen musste. Beim nächsten Drive verschaffte er sich erneut Zeit, ehe er bei einer katastrophal verpatzten Coverage der Vikings einen 88-Yard-Touchdown warf. Am Ende stand eine beeindruckende Bilanz von 15 vollständigen Pässen bei 20 Versuchen für 233 Yards, drei Touchdowns und einer Interception.

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